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Gundelfingen: Zugmaschine samt Sattelkipper kippt in Baggersee – und 95.000 Euro Gesamtschaden

Rund 95.000 Euro Gesamtschaden

Einsatz- und Rettungskräfte wurden am 04.05.2021 zu einem See an der Bundesstraße 16 bei Gundelfingen alarmiert, da es dort zu einen Unfall mit einem Lastwagen kam.
Im Rahmen von Arbeiten an den entlang der Bundesstraße B16 liegenden „Fetzer-Seen“ rutschte die von einem 48-jährigen Kraftfahrer geführte Sattelzugmaschine samt mit Erde beladenem Anhänger gegen 15.10 Uhr auf Höhe des Maxfelderhofs im Uferbereich ab und kippte um. Anschließend befand sich das Führerhaus des Lkw teilweise im Wasser des Sees.

Die Freiwillige Feuerwehr Gundelfingen und Lauingen sind, wie der 1. Kommandant Michael Wohlhüter berichtet, zu einer „Person im Wasser, Wassernot 3“ gerufen worden mit der Zusatzinformation „Lkw in Gewässer gefahren, Führerhaus halb im See, Fahrer versucht gerade die Türe zu öffnen“. Um welchen der Seen es sich genau handelt, war zunächst noch unklar, konnte aber dann zeitnah gefunden werden. Beim Eintreffen der Feuerwehren war der Fahrer, der alleine im Lkw war, bereits durch Ersthelfer unterstützt aus dem Laster geklettert und am sicheren Ufer. Er kam glücklicherweise nur leicht verletzt mit dem Rettungswagen zur Behandlung in ein Krankenhaus. Somit musste keine Person mehr gerettet werden und die Feuerwehrkräfte konnten sich um das Öl auf dem Gewässer, welches vom Laster stammte, kümmern. Dazu mussten zwei Ölsperren an die Einsatzstelle geholt werden. Dann dichteten sie provisorisch den Öltank am Lkw, um einen weiteren Austritt zu unterbinden. Eine Ölsperre wurde eingebracht und die zweite Donau-Ölsperre, die eine Länge von 240 Metern hat, im See selbst ausgebracht, da der kräftige Wind das Öl auf der Wasseroberfläche verbreitete.

Da auch Betriebsstoffe des Fahrzeugs in das Gewässer liefen, wurde das Wasserwirtschaftsamt mitverständigt.

Die Zugmaschine wurde samt Sattelkipper von einem Abschlepp- und Bergeunternehmen aus Leipheim aufwendig mittels zwei Spezialkränen aus dem Wasser gehoben und zurück auf die Räder gestellt. Zu Verkehrsbehinderungen auf der B16 kam es nicht.

Am Kipplaster entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 75.000 Euro.Der Schaden durch die Gewässerverunreinigung und die damit verbundenen Kosten belaufen sich auf geschätzte 20.000 Euro.

Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug gekommen. Die Feuerwehren Gundelfingen und Lauingen waren mit insgesamt 36 Kräften, mehreren Fahrzeugen und zwei Booten im Einsatz. Die Polizeiinspektion Dillingen war mit 6 Kräften an der Unfallstelle.

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