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Impfzentrum Wertingen: Beginn der Impfung der über 80-jährigen Personen

Im Landkreis Dillingen haben die Impfungen der Personen über 80 Jahre im Impfzentrum Wertingen begonnen.

Der Landkreis Dillingen a.d.Donau hat am Montag, 25.01.2021, mit der Impfung der mobilen Personen über 80 Jahre in seinem stationären Impfzentrum in Wertingen begonnen und setzt damit die bislang erfolgreich verlaufene Impfkampagne bei den Menschen mit der höchsten Priorisierung fort.

Aufgrund der in Aussicht gestellten Lieferungen an Impfstoff sollen im Impfzentrum bis zunächst einschließlich Dienstag, 02.02.2021, insgesamt 450 Personen, die sich bereits für die Impfung registriert haben, eine Impfung verabreicht bekommen. Wann über den 02.02.2021 hinaus weitere Impfungen stattfinden können, hängt von den künftigen Zusagen über Zeitpunkt und Mengen der Auslieferung von Impfstoff ab. Bislang wurden zunächst für den 25.01.2021 und 26.01.2021 Einladungen zur Impfung im Impfzentrum ausgesprochen. Das Landratsamt erwartet am 26.01. und 29.01.2021 jeweils 150 Impfdosen. Daran orientiert werden in den nächsten Tagen nach und nach weitere Termine für Impfungen vergeben.

Das Landratsamt Dillingen hat die „ECOLOG Deutschland GmbH“ im Dezember 2020 mit dem Betrieb des Impfzentrums in Wertingen beauftragt. Gemeinsam mit dem externen Dienstleister hat die Landkreisverwaltung in den letzten Wochen ein Konzept entwickelt, das gewährleisten soll, dass alle Personengruppen, die der nach der Impfverordnung priorisierten ersten Gruppe angehören, so schnell wie möglich geimpft werden können.

„Das Konzept ist durchdacht und hat sich bislang sehr bewährt“, betonte Landrat Leo Schrell beim Pressetermin anlässlich des Auftakts zur Impfung der über 80-jährigen Menschen im Landkreis Dillingen. Gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner, dem ersten Bürgermeister der Stadt Wertingen, Willy Lehmeier, und dem Ärztlichen Leiter von „ECOLOG“, Dr. Thomas Liedtke, verschaffte sich Schrell einen Eindruck von den Abläufen im Impfzentrum.

Das Konzept für die Impfkampagne im Landkreis Dillingen sah von Anfang an vor, zunächst alle impfwilligen Bewohner*innen und das Personal der Alten- und Pflegeheime sowie der Einrichtungen der Behindertenhilfe zu impfen. Die Verabreichung der Erstimpfung in den Einrichtungen ist vorläufig abgeschlossen. „Wir wollten zunächst dort den Schwerpunkt der Impfungen setzen, wo der größte Handlungsbedarf war“, begründet Schrell die Strategie des Landratsamtes. Im Landkreis Dillingen sind bislang 92 Menschen mit oder an Covid-19 verstorben. Davon waren allein 68 Todesfälle aufgrund von Ausbrüchen in Heimen zu beklagen.

Insgesamt wurden zwischenzeitlich 1.095 Bewohner*innen und 565 Personen des Personals der Einrichtungen geimpft. Aktuell leben 917 Menschen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis. Zudem leben 582 Menschen in den Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Darüber hinaus wurden 559 sonstige Personen, die der Priorität 1 angehören, geimpft. Darunter fällt u.a. Personal der Kreiskliniken, das auf der Covid-Station, den Intensivstationen sowie in den Notaufnahmen eingesetzt ist. Außerdem wurde bereits ein Teil der Rettungsdienstkräfte sowie der Hausärzte und deren medizinischen Fachangestellten geimpft, die insbesondere die medizinische Versorgung von Menschen in den Einrichtungen sicherstellen.

Damit wurde bislang im Landkreis Dillingen Stand 22.01.2021 insgesamt 2.219 Menschen die erste Impfung verabreicht. Dies entspricht bei einer Bevölkerungszahl von 96.759 (Stand 30.06.2020) einer Quote von 2,29 %. „Damit erreichen wir im Vergleich zu anderen Regionen eine überdurchschnittliche Quote“, freut sich Schrell. Die Impfungen seien von den Impfteams bislang mit hoher fachlicher Kompetenz, sehr zuverlässig und verantwortungsvoll im Umgang mit dem Impfstoff,

aber auch zügig, durchgeführt worden, so der Landrat. „Jede verfügbare Impfdose wurde bislang verimpft“, unterstrich Schrell. Derzeit sind die Zweitimpfungen in den Einrichtungen in vollem Gange.

Dass der Auftakt der Impfungen im Prinzip reibungslos gelungen ist und man nunmehr nahtlos mit der Impfung der Personen über 80 Jahre fortfahren kann, hängt nach Aussage des Landrats auch ganz entscheidend mit der vorausschauenden Planung der Leitung des Impfzentrums zusammen. Der externe Dienstleister „Ecolog“ hat bereits zum 15. Januar 2021 in Abstimmung mit dem Landratsamt zur Bewältigung der Zweitimpfungen ein drittes mobiles Team aktiviert. Insgesamt sind für die drei Teams 15 Personen im Einsatz. Zudem wurde für den Betrieb des stationären Impfzentrums ein viertes Team aktiviert. „Damit sind wir sehr gut aufgestellt und hoffen nunmehr, dass nach und nach mehr Impfstoff an die Impfzentren ausgeliefert werden kann“, betonte Schrell.

Positiv sei, dass ECOLOG signalisiert habe, bei entsprechender Verfügbarkeit des Impfstoffes und bei Bedarf die Kapazitäten im Impfzentrum nochmals erhöhen zu können.

Bislang hat die Registrierung der impfwilligen Personen gut funktioniert. Ganz bewusst hatte sich der Landrat dazu entschlossen, die über 80-jährigen Menschen im Landkreis Dillingen mit einem sehr persönlichen und ausführlichen Schreiben zu kontaktieren und über die Abläufe zur Terminvergabe zu informieren.

5.771 Menschen, die nicht in einer Senioreneinrichtung bzw. einer Einrichtung der Behindertenhilfe, sondern unverändert selbständig zuhause leben oder dort von pflegenden Angehörigen betreut werden, hatten von Schrell Post bekommen. Dem Schreiben, das den über 80-Jährgen zwischen dem 13. und 16. Januar 2021 zugegangen ist, lag auch eine achtseitige Informationsbroschüre bei, die auf der Internetseite des Landratsamtes www.landkreis-dillingen.de unter dem Button „Informationen zur Corona-Impfung“ eingestellt ist.

Schrell war dabei besonders wichtig, dass sich die Menschen, die nicht über die Möglichkeiten der Internetnutzung verfügen, telefonisch an das Impfzentrum wenden und sich für eine Impfung registrieren lassen zu können. Vor allem besteht mit dieser Vorgehensweise für pflegebedürftige und bettlägerige Menschen auch die Möglichkeit, den Wunsch nach einem Hausbesuch durch ein mobiles Team zu äußern. Das Konzept zur Umsetzung der Impfungen im Rahmen von Hausbesuchen durch die mobilen Teams wird derzeit von ECOLOG in Abstimmung mit dem Landratsamt ausgearbeitet, nachdem BioNTech erst vor Kurzem mitgeteilt hat, dass der verdünnte Impfstoff unter bestimmten Voraussetzungen einfacher als bisher transportiert werden kann.

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