Landkreis GünzburgRegionalnachrichten

Finanzielle Förderung von freiwillige Naturschutzmaßnahmen

Antragsphase für das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm beginnt am 11. Januar 2021

Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) ist ein Instrument, mit dem Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand auf eine Steigerung der Artenvielfalt hinwirken können. Hierbei erhalten Landwirte für freiwillige Bewirtschaftungsleistungen auf naturschutzfachlich wertvollen Flächen ein Entgelt für zusätzlichen Aufwand und entgangenen Ertrag. „Unser Ziel ist es, dass 10 Prozent der Grünlandfläche in Bayern erst ab Mitte Juni gemäht werden. Dadurch können sich Insekten besser entwickeln und stehen insbesondere Vögeln zur Verfügung, die für ihre Jungen in der Aufzuchtphase eiweißreiche Nahrung benötigen. Die Landwirte leisten damit eine wichtige Aufgabe für Natur- und Artenschutz“, erklärt Judith Kronberg, Biodiversitätsberaterin im Landkreis Günzburg.

„Förderfähig sind zum Beispiel ein späterer Schnittzeitpunkt mit Düngeverzicht, extensive Beweidung, aber auch die Erhaltung oder Entwicklung ökologisch wertvoller Teiche mit Verlandungszone“, so Josef Schmid, Naturschutzreferent an der unteren Naturschutzbehörde. Diese Maßnahmen können für eine Laufzeit von fünf Jahren in ökologisch bedeutsamen Gebieten wie Natura 2000-Gebieten, Wiesenbrütergebieten und auf Flächen zum Aufbau des Biotopverbundes abgeschlossen werden. Zusätzlich können über das VNP Wald beispielsweise der Erhalt von Biotopbäumen sowie von Nieder- und Mittelwäldern gefördert werden. Interessierte Flächenbewirtschafter werden gebeten, sich an die untere Naturschutzbehörde zu wenden. In einem gemeinsamen Gespräch kann geklärt werden, ob sich die jeweilige Fläche für einen Vertragsabschluss eignet und welche Maßnahmenkombination möglich ist. Der Antragszeitraum läuft vom 11. Januar bis zum 24. Februar 2021.

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