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Günzburg: Konzept „Fahrradstadt 2025“ vor der Fertigstellung

Günzburg soll sich zur Fahrradstadt weiterentwickeln. Dieses klare, ehrgeizige Ziel hat Oberbürgermeister Gerhard Jauernig vorgegeben.
Dem Oberbürgermeister ist es wichtig, in der Mittelstadt dem Radverkehr zukünftig eine besondere und deutliche größere Bedeutung zukommen zu lassen.

Radverkehr wird signifikant gestärkt
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadtverwaltung in den zurückliegenden Monaten alle, die Interesse daran haben, ihre Stadt zur Fahrradstadt weiterzuentwickeln, um Mitarbeit gebeten. Ideen wurden gesammelt, bewertet und der aktuelle Bestand analysiert. Trotz Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen gelang es den Beteiligten entscheidende Weichenstellungen vorzunehmen. Für den Austausch wurden dabei coronabedingt neue Formate gewählt. Interessierte konnten sich online äußern – der Oberbürgermeister lud Mitglieder des Stadtrates und einer für die Fahrradstadt gegründeten Lenkungsgruppe zu Online-Treffen ein.

Vor wenigen Tagen tagte zum dritten Male die Steuerungsgruppe zur Erstellung des Fahrradstadtkonzeptes. Dieses soll im Frühjahr im Stadtrat beschlossen werden und die nächsten Jahre die Leitlinie der Radverkehrsentwicklung darstellen. Erste Maßnahmen, so der Oberbürgermeister, sollen bereits im Jahr 2021 umgesetzt werden.

guenzburg fahrradstadt 2025
Günzburg möchte bis 2025 zur Fahrradstadt werden. Dieses Logo begleitet den Prozess. Grafik: KIGG Gesellschaft für strategische Kommunikation mbH

Investition in Radabstellanlagen
Mit dem Bau von zwei Radabstellanlagen zum Start sollen attraktivere und sicherere Unterstellmöglichkeiten angeboten werden. Am Eingang der Kapuzinergasse sollen Fahrradboxen Touristen wie Günzburgern ermöglichen, ihre Fahrräder mit Gepäck unterzustellen sowie ihre Elektroräder aufzuladen. An der sogenannten „Küchlemauer“ am Bahnhof sollen für Pendler sichere und wettergeschützte Sammelschließanlagen aufgestellt werden. Die Anlage soll Rädern Platz bieten und entsteht in Kooperation mit der Deutschen Bundesbahn und deren „bike&ride“-Offensive. „Nutzerfreundliche Unterstellmöglichkeiten sind ein wichtiger Baustein, das Radfahren attraktiver zu gestalten“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

Planung von Fahrradstraßen
In einem speziell für Günzburg erarbeiteten Fahrradwegekonzept werden Hauptrouten definiert, die mit Priorität ausgebaut werden sollen. Wichtiger Bestandteil soll die Ausweisung von Fahrradstraßen sein, in denen der Fahrradverkehr Vorfahrt genießt. Geht es nach dem Willen des Oberbürgermeisters und der Lenkungsgruppe könnte eine erste Fahrradstraße bereits in 2021 umgesetzt werden. „Mit Fahrradstraßen können wir einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Fahrradfahrer und der Autofahrer schaffen“, erklärt Stadtbaumeister Georg Dietze.

OB beruft Radverkehrsbeauftragte
Um dem Projekt Fahrradstadt 2025 entsprechende Schubkraft zu verleihen, bündelt zukünftig eine Radverkehrsbeauftragte die Projekte und Fragestellungen rund um das Thema Fahrradfahren im Rathaus. Oberbürgermeister Jauernig hat der neuen Klimaschutzmanagerin Daniela Fischer diese Aufgabe übertragen. „Ich freue mich, dass mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen der Radverkehr in Günzburg sicherer und attraktiver wird und das Erreichen des Ziels ‚Fahrradstadt 2025‘ in greifbare Nähe rückt“, sagt Daniela Fischer.

„Umweltfreundliche Mobilität wird und muss in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. In Günzburg werden wir dies mit dem Projekt Fahrradstadt ganz stark ins Bewusstsein aller Menschen rücken. 2021 wird es dabei erste sichtbare Veränderungen geben. Radeln Sie den spannenden Weg mit uns mit“, so Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

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