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Jettingen: Polizei spricht nach Frontalunfall von versuchtem Mord

Am gestrigen Mittwochabend, den 18.08.2021, gegen 17.55 Uhr, kam es auf der Staatsstraße 2025, kurz nach dem Ortsausgang von Jettingen in Fahrtrichtung Burtenbach, zu einem Frontalzusammenstoß.
Der 23-jährige Fahrer eines Pkw Citroen war aus Jettingen kommend auf der Hauptstraße (den so genannten Kellerberg) in Richtung der Abzweigung auf die Staatsstraße 2025 unterwegs und überholte rund 200 Meter nach dem Ortsausgang und wenige hundert Meter vor der Abzweigung zur Staatsstraße einen Pkw Audi, gesteuert von einem 32-Jährigen. Nach dem Überholvorgang fuhr der 23-Jäherige auf die Gegenfahrbahn. Zeitgleich kam ihm ein Pkw Mini entgegen, dessen 54-jähriger Fahrer nicht mehr ausweichen konnte. Es kam zur Frontalkollision in dessen Folge der Unfallverursacher nach links von der Fahrbahn abkam, sich im Straßengraben und über den Radweg überschlug und auf den Rädern in einem Maisfeld zum Stehen kam. Der Mini-Fahrer kam ebenfalls von der Fahrbahn ab und rechts im Straßengraben zum Stehen. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt.

Beide Fahrer, sowie die Beifahrerin in Mini, die 51-jährige Ehefrau des Mini-Fahrers, wurden schwer verletzt. Alle drei kamen mit dem Rettungshubschrauber bzw. mit den Rettungswägen in ein Krankenhaus. Der überholte Audi-Fahrer blieb unverletzt.
Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde ein Verkehrsunfallgutachter hinzugezogen. Die Unfallstelle war bis 21.30 Uhr komplett gesperrt.

Unfallverursacher soll Unfall absichtlich ausgelöst haben
Durch erste Vernehmungen wurde festgestellt, dass der Überholer den Unfall wohl vorsätzlich herbeigeführt hatte. Deshalb wurde die Staatsanwaltschaft noch während der ersten polizeilichen Ermittlungen verständigt. Diese ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Gegen den Überholer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchtem Mord eingeleitet. Aufgrund seiner erlittenen Verletzungen befindet sich der Beschuldigte in stationärer Behandlung in einer Klinik. Die Staatsanwaltschaft Memmingen beantragte Haftbefehl gegen den 23-Jährigen. Die Ermittlungsrichterin des Amtsgericht Memmingen erließ den beantragten Haftbefehl und der Beschuldigte verbleibt, bis er verlegungsfähig ist im Krankenhaus und wird er durch Polizeikräfte bewacht.

Kripo bittet um Zeugenhinweise
Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Neu-Ulm geführt. Die Kripo Neu-Ulm bittet Zeugen, die zum Sachverhalt noch weitere Angaben können, sich unter der Telefonnummer 0731/8013-0 zu melden.

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