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Kreis Günzburg auf Ankunft von Menschen aus der Ukraine vorbereitet

Alle wichtigen Vorkehrungen sind getroffen: Der Landkreis Günzburg hat sich in den vergangenen Tagen intensiv auf das Eintreffen der ersten geflüchteten Menschen aus der Ukraine vorbereitet. Noch sind dem Landkreis Günzburg keine Flüchtlinge offiziell zugewiesen worden.

  • Notunterkünfte in Bubesheim und Ursberg
  • zentrale Meldestelle für Ehrenamtliche
  • zentrales Spendenkonto

Notunterkünfte in Bubesheim und Ursberg
„Wir erleben im Landkreis Günzburg gerade eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Landrat Hans Reichhart. Der Landkreis hat in den vergangenen Tagen alle notwendigen Strukturen aufgebaut, um Flüchtlingen aus der Ukraine ein neues, sicheres Zuhause bieten zu können. „Die Menschen aus der Ukraine haben in den vergangenen Tagen schlimme Erlebnisse machen müssen. Sie sind aus einem Kriegsgebiet geflüchtet und haben einen langen Weg der Flucht hinter sich. Ich hoffe, dass wir den Menschen hier bei uns im Landkreis Günzburg einen Platz bieten können, an dem sie erst einmal zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen können.“

In Bubesheim wurde eine erste große Notunterkunft geschaffen. In einer Containeranlage bei Gartenbau Eberl ist Platz für 160 Menschen. Eine weitere Notunterkunft steht beim Dominikus-Ringeisenwerk in Ursberg bereit – dort können bis zu 100 Menschen untergebracht werden.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die keine Verwandten im Landkreis Günzburg haben, bzw. deren Verwandte keine Unterkunft bereitstellen können, müssen während der Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 07.15 Uhr bis 16.00 Uhr; Freitag von 07.15 Uhr bis 12.30 Uhr) beim Landratsamt Günzburg, Ausländerbehörde, Zimmer 3.20, 89312 Günzburg, An der Kapuzinermauer 1 vorsprechen. Sie werden erfasst, erhalten einen Termin zur Registrierung und werden einer Unterkunft zugewiesen.

Zentrale Meldestelle für Ehrenamtliche
Schon jetzt haben sich viele Ehrenamtliche gemeldet, die den Menschen aus der Ukraine helfen möchten. Das Freiwilligenzentrum Stellwerk hat eine digitale Plattform eingerichtet, dort können sich ehrenamtliche Helfer melden, die die Flüchtlinge während ihres Aufenthalts im Landkreis Günzburg unterstützen möchten. Gesucht werden beispielsweise Dolmetscher, Menschen, die Fahrdienste anbieten oder ehrenamtliche Betreuer. Auf der Internetseite www.fz-stellwerk.de/ können sich die Ehrenamtlichen registrieren.

Auch die Spendenbereitschaft im Landkreis Günzburg ist groß. Doch noch ist unklar, welche Sachspenden benötigt werden. „Wir möchten bei Bedarf gezielt zu Spenden aufrufen“, sagt Landrat Hans Reichhart. Dafür sollen dann im Landkreis Günzburg auch zentrale Sammelstellen eingerichtet werden.

Zentrales Spendenkonto
Die Landkreisbürgerstiftung hat zudem ein zentrales Spendenkonto ins Leben gerufen. Das Geld, das gespendet wird, kommt direkt den Flüchtlingen vor Ort im Landkreis Günzburg zugute. Die IBAN des Spendenkontos lautet DE 77 7205 1840 0008 441925 – Stichwort Ukraine.

Um den Geflüchteten das Erlernen der deutschen Sprache zu erleichtern, stehen mehrere Online-Bildungsangebote bereit. Die Links dafür werden auf der Homepage des Landkreises Günzburg veröffentlicht. Außerdem können voraussichtlich schon ab der kommenden Woche Intensiv-Deutsch-Kurse über die Vhs angeboten werden. „Unser Ziel ist es, dass wir jedem Geflüchteten entsprechend seines Alters und seiner Bildung einen Kurs anbieten können“, sagt Landrat Hans Reichhart.

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