Landkreis Günzburg

Kreise Neu-Ulm und Günzburg: Durchsuchungsaktion Kinder- und Jugendpornografie

Am Donnerstagmorgen, den 12.03.2020 führte die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm eine Durchsuchungsaktion mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei durch.

15 Beschuldigte
Die Durchsuchungen fanden in den Dienstbereichen der Polizeiinspektionen Illertissen, Weißenhorn, Neu-Ulm, Günzburg und Burgau statt. Es wurden insgesamt zehn Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschlüsse bei 15 Beschuldigten vollzogen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen führt gegen alle Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes und/oder der Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie. Ein Teil der Beschuldigten waren Jugendliche. Es wurden mehrere Mobiltelefone, Tablets, Computer und andere Datenträger beschlagnahmt.

Empfang in Messenger-Chat-Gruppen
In vielen der genannten Strafverfahren besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten nicht aktiv nach entsprechendem Bildmaterial gesucht, sondern dieses in diversen Messenger-Chat-Gruppen verschiedener Onlinedienste erhalten haben. Falls sich Kinder- oder Jugendpornografisches Bildmaterial auf den beschlagnahmten Gegenständen befinden, folgt in der Regel die Einziehung der Geräte im Strafverfahren.

In diesem Zusammenhang möchte die Kriminalpolizei Neu-Ulm sensibilisieren, dass das Empfangen und das damit oftmals einhergehende automatisierte Herunterladen solchen Bildmaterials auf die Endgeräte bereits den Straftatbestand des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erfüllen kann.

Damit wird bei behördlichem Bekanntwerden solcher Fälle in der Regel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Wohnungsdurchsuchung sowie die Beschlagnahme von Mobiltelefonen, Computer und anderer Datenträger ist oftmals die Folge daraus. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm rät daher, die Mitgliedschaft in großen Messenger-Gruppen mit persönlich nicht bekannten Mitgliedern zu vermeiden bzw. den Austritt aus solchen Gruppen und die Löschung von Mediendateien daraus.

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