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Heidenheim / Göppingen: Zwei Unfälle bei Glätte

Zu schnell waren am gestrigen Sonntag, den 03.01.2021 in Heidenheim und in Göppingen eine Fahrerin und ein Fahrer auf schneebedeckter Straße unterwegs.

Mit Mini gegen Ampel gefahren
Gegen 06.00 Uhr befuhr eine 22-Jährige in Heidenheim die Paul-Hartmann-Straße in Richtung Bolheim. Mit ihrem Mini wollte sie nach links in die Weilerstraße abbiegen. Dabei kam sie von der schneebedeckten Fahrbahn ab und prallte gegen eine Ampel. Die Polizei aus Heidenheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden beträgt etwa 1.500 Euro.

Fiat rutscht auf Kreisverkehr und kippt
Auch in Göppingen war ein Fahrer auf Schnee zu schnell. Der Mann war gegen 5.30 Uhr aus Richtung Faurndau in der Beckhstraße unterwegs. Dort fuhr der 28-Jährige mit seinem Fiat auf einen Kreisverkehr. Das Auto kippte auf die Seite und musste abgeschleppt werden. Der Fahrer blieb unverletzt. Laut Polizeiangaben beträgt der Sachschaden rund 20.000 Euro.

Die kalte Jahreszeit birgt ihre Tücken:
Minustemperaturen, Tauperioden, Schnee, Eis, überfrierende Nässe. Diese Umstände in Verbindung mit oftmals schlechten Sichtverhältnissen erfordern höchste Konzentration im Straßenverkehr. Besonders Glatteis birgt große Risiken. Die Gefahr für glatte Straßen besteht an schattigen Orten, etwa bei Wäldern oder Tunnelausfahrten, ebenso wie auf Brücken. Eben überall dort, wo die Straße der Witterung besonders stark ausgesetzt ist. Nicht überall weisen Schilder auf die Gefahr hin.

Auch Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze sind kein Garant für eine ungefährliche Fahrbahn, weil der Boden im Winter stark ausgekühlt ist. Kritisch sind auch Tage mit schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Hier kann sich die Beschaffenheit der Fahrbahn durch das wechselnde Tauen und Frieren ständig ändern. Glatteis entsteht durch Überfrieren oder Gefrieren von Wasser oder Schnee auf den Straßen. Auch festgefahrener Schnee, Schneematsch und Reif führen zu Straßenglätte. Glatteis führt immer wieder zu massiven Behinderungen des Straßenverkehrs. Besonders gefährlich ist Blitzeis. Das entsteht, wenn Regen oder Sprühregen auf gefrorenen Boden fällt. Das Tückische hierbei ist, dass die Eisschicht kaum zu erkennen ist und plötzlich auftritt. Bei Blitzeis kommt es besonders häufig zu schweren Unfällen. Die Autofahrer werden von der spiegelglatten Fahrbahn überrascht. Da helfen auch Winterreifen, Antiblockiersystem (ABS), elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) oder selbst Ketten nichts mehr.

Richtiges Verhalten bei Glatteis:
Vorausschauendes und umsichtiges Fahren sind das Wichtigste. Dabei die Geschwindigkeit den Straßen- und Wetterverhältnissen anpassen, einen großen Abstand zu Vorausfahrenden halten und mit Bedacht reagieren. Das Vermeiden von abrupten Lenkbewegungen und dosiertes Bremsen erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Wenn Sie unterwegs vom Eisregen überrascht werden, sollten Sie lieber eine Pause einlegen und dort im Zweifel auf den Streudienst warten. Wichtig! Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Winterreifen. Sie sind in dieser Jahreszeit zwar ein Muss, weil ihre Lamellentechnik und die kältestabile Gummimischung einen starken Grip und guten Halt auf der Straße bieten. Aber bei Eisglätte sind auch Winterreifen machtlos. Hier kann die richtige Reaktion den Unterschied zwischen „gerade nochmals gut gegangen“ und „Unfall“ bedeuten.

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