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Suizid: Toter in Memmingen ehemaliger Polizeichef?

Nachdem ein Spaziergänger in Steinheim, bei Memmingen, heute gegen 11 Uhr eine Leiche fand, hatte die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen wegen eines Suizides die Ermittlungen aufgenommen.
Abseits der Straße wurde ein toter Mann gefunden. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen aus der Region stammenden 58-jährigen Polizeibeamten, der zuletzt im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West tätig war.
Die Illertisser Zeitung will erfahren haben, dass es sich hierbei um den ehemaligen Polizeichef der Polizeiinspektion Illertissen handelte, der sich derzeit im Krankenstand befand und sich mit seiner privaten Waffe erschossen hatte.

Wegen Alkohol Anhaltesignale ignoriert
Der Beamte geriet im Juni 2014 in eine Verkehrskontrolle, die er aber ignorierte und weiterfuhr. Wenig später konnte der Erste Hauptkommissar der Polizeiinspektion Illertissen dann gestoppt werden. Der Grund für die anfängliche Flucht wurde dann bei der Alkoholkontrolle entdeckt, bei der ein Wert von über 1,1 Promille gemessen, welcher später durch die Auswertung der Blutprobe dann bestätigt wurde.

Aufgrund des Vorfalles wurde der Beamte von allen Führungsaufgaben entbunden. Einen Strafbefehl über 4500 Euro, den die Staatsanwaltschaft im Januar dieses Jahres erlassen hatte, akzeptierte der ehemalige Inspektionsleiter.

Kommentar der Redaktion: Polizeibeamte sollen uns als Vorbild dienen. Sie schauen selbst nach Recht und Ordnung. Die berühmten schwarzen Schafe gibt es in jeder Berufsgruppe. Am Ende sind es jedoch auch nur Menschen. Mit allem was dazu gehört. Wünscht man sich vielleicht hier und da von den Beamten mehr Menschlichkeit, wenn man in unangenehme Situationen geriet, so will die Gesellschaft eben diese nicht walten lassen, wenn es zu Fehltritten der Polizisten selbst kommt. Im Gegenteil, hier wird schnell und hart verurteilt. 

Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen, darüber gibt es kein Diskussionsbedarf. 

Wie es für die Psyche sein kann, wenn man plötzlich Ansehen verliert und sich sicherlich hier und da mit einigem Spott auseinandersetzen muss, kann man nur erahnen. Dies verarbeitet jeder Mensch anders. 

Dass es in diesem Fall so enden musste, ist traurig. Schade, dass ein Mensch wieder keinen anderen Ausweg wusste als seinem Leben ein Ende zu bereiten. Die Freunde und Angehörigen sind es, die nun am meisten darunter leiden. Ihnen kann man nur Kraft wünschen, mit der Situation und dem Verlust klar zu kommen.

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