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Fahndung nach Suizidankündigung – Polizeibeamte mit scharfer Schusswaffe bedroht

Am Dienstagnachmittag, 06.07.2021, kam es zu einem größeren Polizeieinsatz im Bereich Marktoberdorf/Günzach.
Gegen 16.30 Uhr hatte die Ehefrau eines 47-jährigen Mannes aus dem Landkreis Ostallgäu der Polizei mitgeteilt, dass ihr Ehemann das Wohnhaus mit einer Handfeuerwaffe verlassen habe und mit seinem Pkw davon gefahren sei. Zuvor hätte er ihr gegenüber seinen Suizid angekündigt.

Die Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem 47-Jährigen und seinem Fahrzeug ein. Auch ein Polizeihubschrauber war involviert. In den Fahndungsradius wurde auch ein Waldgebiet bei Geisenried einbezogen, nachdem es Anhaltspunkte dafür gab, dass sich der Mann dort aufhalten könnte. Gegen 17.45 Uhr konnte der Pkw schließlich von einer Polizeistreife fahrend festgestellt und zum Anhalten gebracht werden. Im weiteren Verlauf bedrohte er die Polizeibeamten verbal und unter Vorhalt seiner Handfeuerwaffe. Daraufhin gaben Beamte Warnschüsse ab. Der Mann konnte widerstandslos festgenommen und die Pistole sichergestellt werden. Es handelte sich nach ersten Erkenntnissen um eine scharfe Schusswaffe.

Weil der 47-Jährige offensichtlich unter starkem Alkoholeinfluss stand, wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Ein Atemalkoholtest hatte zuvor eine Alkoholisierung von knapp 2 Promille ergeben. Der Führerschein des Mannes wurde wegen Verdacht der Trunkenheitsfahrt sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten (Allgäu) durchsuchten Einsatzkräfte das Haus des Mannes. Hierbei konnten weitere Waffen und gefährliche Gegenstände aufgefunden und sichergestellt werden. Diese befinden sich aktuell in der kriminalpolizeilichen Begutachtung. Eine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt der Mann nicht, er war bislang auch noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 47-Jährige in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.

Bei dem Polizeieinsatz waren mehr als 30 Streifen und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Ebenso kam es zu keiner Gefährdung unbeteiligter Personen. Die ersten Ermittlungen und Spurensicherungsmaßnahmen tätigte der Kriminaldauerdienst der Memminger Kriminalpolizei. Die weiterführenden Ermittlungen übernahm das zuständige Fachkommissariat der Kripo Kempten in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kempten (Allgäu).

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