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Kreis Augsburg: Serie der Wildunfälle reißt nicht ab

Westlicher Landkreis Augsburg – Bereich der Polizei Zusmarshausen

Zu einer ganzen Serie von Wildunfällen kam es in der Nacht von 18.04.2022 auf den 19.04.2022 im Dienstbereich der Polizeiinspektion Zusmarshausen. Diese mahnt zur Vorsicht und bittet um Beachtung von Verkehrszeichen „Wildwechsel“.

Begonnen hatte die Serie um 21.30 Uhr. Ein 24-jähriger Mann überfuhr auf der Ortsverbindungsstraße von Au nach Lindach ein Reh. Nur 15 Minuten Später, um 21.45 Uhr meldete eine 53-jährige Frau, dass sie zwischen Rommelsried und Willishausen, kurz vor Willishausen ein Reh überfahren hatte. Nach mehreren Stunden der Ruhe ging es dann ab 04.05 mit den Unfällen weiter. Einem 61-jährigen Mann lief zwischen Grünenbaindt und Oberwaldbach ein Reh vor das Auto. Um 04.25 Uhr ereignete sich der nächste Unfall auf der Staatsstraße 2026 zwischen Fischach und Langenneufnach. Hier lief einem 30-jährigen ein Reh vors Auto. Um 05.00 Uhr krachte es dann zwischen Schempach und Buch. Auch hier konnte der 51-jährige Autofahrer nicht mehr bremsen und überfuhr – wieder ein Reh. Gegen 05.15 Uhr wurde ein bis jetzt nicht bekanntes Tier von einer 58-jährigen Frau bei Ustersbach, kurz nach dem Kreisverkehr in Richtung Augsburg überfahren. Um 05:45 Uhr wurde ein Dachs, von einer 27-jährigen Frau überfahren. Diese befuhr die Staatsstraße 2027 von Wollbach in Richtung Zusmarshausen, als ihr das Tier kurz vor der Autobahnzufahrt in Richtung Stuttgart vor das Fahrzeug lief. Beendet wurde die Serie mit einem Unfall um 06.25 Uhr auf der Kreisstraße A6 von Burtenbach in Richtung Dinkelscherben. Dort wurde ein Reh durch eine 27-jährige Autofahrerin überfahren.

Der entstandene Gesamtsachschaden liegt über 15.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

Verletzte Personen sind bei Wildunfällen zum Glück äußerst selten. Teilweise wurden die Tiere getötet, teilweise waren sie nicht mehr auffindbar, wurden aber, aufgrund der festgestellten Fahrzeugschäden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schwer verletzt.

Anzumerken wäre, dass sich viele der Unfälle in Bereichen ereignet haben, die mit dem Verkehrszeichen „Wildwechsel“ beschildert sind. Diese Schilder werden nicht wahllos aufgestellt, sondern stehen an Plätzen, an denen sich besonders viele Wildunfälle ereignen. Daher sollten die Autofahrer in diesen Bereichen auch besonders vorsichtig und langsam fahren. Die Unsitte, hupend durch ein Waldgebiet zu fahren, um die Tiere zu verjagen ist einerseits nicht erlaubt und andrerseits können die Tiere dadurch verschreckt werden und erst recht auf die Fahrbahn laufen. Leider werden bei den Unfällen derzeit auch viele trächtige Rehe überfahren, so dass bei diesen Unfällen der Schaden für den Wildbestand noch deutlich höher ausfällt. In der Regel ist eine Ricke mit zwei Kitzen trächtig.

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