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Sechsstellige Schadenssumme in Nordschwaben durch Betrugsanrufe

In den Räumen Nordschwaben, Aichach, Kissing und Augsburg kommt es seit einiger Zeit vermehrt zu leider immer wieder erfolgreichen Betrugsmaschen.

Seit geraumer Zeit berichtet die Polizei über betrügerische Anrufe aller Art. Vom angeblichen Enkel über den falschen Polizeibeamten bis hin zu geschilderten Unglücksfällen – die Betrüger lassen sich ständig neue Wege einfallen, um an das Ersparte von meist älteren Mitmenschen zu kommen.

In aller Regel reagieren die Angerufenen richtig. Sie beenden umgehend das Gespräch und geben keinerlei Daten preis. Außerdem verständigen sie die richtige Polizei unter den offiziellen Telefonnummern. Da es dennoch zu Fällen kommt, in denen Menschen auf die Masche der Betrüger hereinfallen, wird die Polizei nicht müde, über die Vorkommnisse zu berichten und auch mithilfe der Medien auf das perfide Vorgehen aufmerksam zu machen. Denn bei jedem dieser Vorfälle sind Menschen betroffen, die nicht nur einen materiellen Schaden erleiden.

So geschehen gestern in Aichach. Eine 86-Jährige erhielt einen Anruf, bei dem geschildert wurde, dass ihr Enkel einen Verkehrsunfall verursacht habe. Ihm drohe eine Gefängnisstrafe, die nur mit einer Kaution zu umgehen wäre. Über mehrere Stunden wurde die Seniorin massiv unter Druck gesetzt, bis sie letztendlich Geld und Wertgegenstände von gut 100.000 Euro an eine bislang Unbekannte übergab. Die Täter gingen dabei so geplant vor, dass durch deren Schilderung sogar die Tochter der Seniorin getäuscht wurde, die ebenfalls involviert war.

Eine 79-Jährige aus Kissing erkannte den Schwindel ebenfalls zu spät. Bereits am Dienstag erhielt die Frau einen Anruf. Angeblich habe ihre Enkelin einen Verkehrsunfall verursacht. Bis die Versicherung für den Schaden aufkommt, müsse die Seniorin die notwendige Summe auslegen. Die hilfsbereite Frau übergab schließlich gut 20.000 Euro an einen bislang unbekannten Abholer.

Glück im Unglück hatte dagegen eine 85-Jährige. Die Augsburgerin wurde ebenfalls telefonisch über einen Unfall informiert, den ein Angehöriger verursacht haben soll. Auch sie sollte durch Zahlung von 40.000 Euro eine Inhaftierung verhindern und wurde entsprechend von den Tätern unter Druck gesetzt. Als die Seniorin auf dem Weg zur Bank war, um den geforderten Betrag abzuheben, wurde sie permanent von den Tätern am Telefon gehalten. Dabei versagte der Akku ihres Mobiltelefons und das Gespräch wurde unterbrochen. Glücklicherweise ergaben sich danach Zweifel und der Schwindel flog auf, ohne dass es zu einem Schaden kam.

Die Polizei weist darauf hin, dass die hier geschilderte Masche variiert. Das Ziel ist aber immer gleich: es sollen Zahlungen geleistet werden. Deswegen rät die Polizei den Bürgerinnen und Bürgerinnen, derartige Anrufe sofort zu beenden, ohne ihre Daten preis zu geben. Nehmen Sie unter den von Ihnen bekannten Rufnummern persönlichen Kontakt mit Angehörigen auf, um etwaige Fragen zu klären. Überweisen Sie niemals Geld auf Ihnen unbekannte Konten und übergeben auf keinen Fall Bargeld oder Wertgegenstände.

Mehr Infos und Tipps zum Thema finden Sie unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug

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