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Memmingen: Kripo kann erneut Einbruchsserie klären

Serieneinbrecher in Untersuchungshaft

Erst kürzlich konnten Ermittler der Memmingen Kriminalpolizei einen 17- und 19-Jährigen dingfest machen, die im Zeitraum September bis November 2020 in Memmingen und Buxheim Einbrüche verübten (wir berichteten). Nun gelang den Ermittlern ein weiterer Erfolg.

Die Memminger Kriminalpolizei konnten erneut einen mutmaßlichen Serieneinbrecher der Bereitschaftsrichterin vorzuführen. Dieser hat sich für mehrere Automatenaufbrüche sowie Einbrüche in Sportgaststätten, Geschäfte und einer Schule im Stadtgebiet Memmingen zu verantworten. Einem aufmerksamen Zeugen war kurz vor Mitternacht am 28.01.2021 der Schein einer Taschenlampe auf dem Stadiongelände des FC Memmingen aufgefallen. Er brachte sich folgerichtig nicht selber in Gefahr sondern beobachtete die Geschehnisse weiter und informierte zeitgleich die Polizei, die sofort mit mehreren Streifen der örtlichen Inspektion und benachbarter Dienststellen das Gelände umstellte. Während der Absuche des Areals versuchte der Tatverdächtige, der sich versteckt gehalten hatte, über einen Zaun zu flüchten. Er konnte jedoch unweit des Stadions vorläufig festgenommen werden. An mehreren Eingangstüren und an einem Tribünenkiosk waren Hebelspuren feststellbar. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 42-jährigen italienischen Staatsangehörigen, der erst seit Ende letzten Jahres im Bereich Memmingen wohnhaft ist. Er ist bereits einschlägig wegen Eigentumsdelikten vorbestraft.

Die weiteren Ermittlungen übernahm noch in der Nacht der Kriminaldauerdienst der Memminger Kriminalpolizei. Aufgrund der aktuellen Spurenlage besteht der dringende Verdacht, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Serieneinbrecher handelt, dem seit Ende 2020 wenigstens 10 Einbrüche und Aufbrüche von Automaten im Stadtgebiet vorgeworfen werden können. Einem relativ geringen Beuteschaden von etwa 2.000 Euro steht ein Sachschaden von insgesamt mindestens 28.000 Euro gegenüber. Er selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde der Tatverdächtige der Bereitschaftsrichterin des Amtsgerichts Neu-Ulm vorgeführt, die einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann erließ. Er befindet sich nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen führt das für Eigentumskriminalität zuständige Fachkommissariat der Memminger Kriminalpolizei.

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei dem aufmerksamen Zeugen für sein überlegtes und schnelles Handeln. Nur durch seine sofortige Reaktion konnten wir diese Einbruchsserie schnell und effektiv beenden“, so der Leiter der Memminger Kriminalpolizei, Kriminaloberrat Thorsten Ritter.

„Der Erfolg polizeilicher Arbeit hängt, wie dieser Fall eindrucksvoll zeigt, nicht zuletzt von der wertvollen Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ab. Zögern Sie nicht! Machen Sie es wie dieser Zeuge! Greifen Sie bitte zum Telefon und melden Sie uns ihre Beobachtungen und Feststellungen über den Polizeinotruf 110, ohne sich jedoch selbst in Gefahr zu bringen“, so die Präsidentin des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West Dr. Claudia Strößner.

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