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Schulbeginn 2025: Polizei intensiviert Kontrollen zum Schutz der Kinder auf dem Schulweg

Zum Start des neuen Schuljahres richtet die Polizei den Fokus verstärkt auf die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr – mit zusätzlichen Kontrollen und klaren Appellen an die Eltern.

Am Dienstag, 16.09.2025, beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Besonders die Erstklässlerinnen und Erstklässler stehen damit vor einem neuen Lebensabschnitt, der auch im Straßenverkehr Herausforderungen birgt. Um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu erhöhen, beteiligt sich die Polizei bayernweit an der Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West führt dazu vom 16.09. bis 03.10.2025 verstärkte stationäre und mobile Kontrollen durch – vor allem vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss.

Unfälle und Unfallzahlen 2024

Im Jahr 2024 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West insgesamt 70 Schulwegunfälle registriert – eine unveränderte Zahl im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings stieg die Zahl der verletzten Schüler leicht an: 79 Kinder wurden verletzt, davon 72 leicht und 7 schwer. Damit sank die Zahl der Schwerverletzten von 12 auf 7.
Den größten Anteil der Verunfallten stellten Fahrradfahrer (42), gefolgt von Fußgängern (15). Positiv hervorzuheben: In Bereichen, die durch Schülerlotsen oder Polizeibeamte überwacht wurden, ereignete sich erneut kein Unfall.

Schwerpunktaktionen und Sicherheitsaspekte

Zusätzlich zu den ganzjährig durchgeführten Kontrollen überwacht die Polizei in diesem Zeitraum gezielt:

  • Halteverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen und Kindergärten

  • korrekte Sicherung von Kindern in Fahrzeugen

  • Verkehrssicherheit der Fahrräder

Parallel dazu finden vom 16.09. bis 19.09.2025 die landesweiten Aktionstage zur Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht statt. 2024 kamen in Bayern 214 Menschen bei Pkw-Unfällen ums Leben – 36 davon, weil sie nicht angeschnallt waren. Ein Kind starb, weil es ungesichert im Auto mitfuhr.

Appell an Eltern – „Eltern-Taxis“ vermeiden

Die Polizei warnt eindringlich vor gefährlichen Situationen durch sogenanntes „Eltern-Taxi“-Verhalten: Unübersichtliches Halten, Wenden oder erhöhtes Verkehrsaufkommen vor Schulen führen immer wieder zu kritischen Situationen. Eltern werden gebeten, ihre Kinder möglichst zu Fuß oder in Begleitung zur Schule gehen zu lassen. Falls ein Transport mit dem Auto notwendig ist, sollen ausgewiesene Halte- und Parkzonen genutzt werden.

Tipps der Polizei für einen sicheren Schulweg

  • Den Schulweg vorab mit den Kindern üben

  • Den sichersten, nicht den kürzesten Weg wählen

  • Vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr zeigen

  • Helle Kleidung und Reflektoren nutzen

  • Fahrräder gemäß StVO ausstatten (Beleuchtung, Bremsen, Reflektoren)

  • Autofahrten vermeiden, damit Kinder eigenständig Erfahrungen sammeln

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