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Joachim Herrmann eröffnet Münchner Immobilienmesse

Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann eröffnet Münchner Immobilienmesse: Steuerliche Anreize für Mietwohnungsneubau – Appell an Investoren: Bis zu 35 Prozent Sonderabschreibung nutzen – Kommunen müssen Bauland ausweisen

Zur Eröffnung der Münchner Immobilienmesse hat heute Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann einen Appell für ein noch stärkeres Engagement im Wohnungsbau an die privaten Investoren und Wohnungsunternehmer gerichtet: „Sie werden einen Großteil der benötigten Wohnungen bauen und modernisieren. Wir haben uns seit langem im Berlin für günstige Rahmenbedingungen im Wohnungsbau eingesetzt. Nun ist eine neue Sonderabschreibung vorgesehen, die eine Steuerminderung von bis zu 35 Prozent der Gebäudeinvestitionen in den ersten drei Jahren ermöglicht. Wir engagieren uns für eine schnelle Umsetzung.“ Herrmann, Schirmherr der Immobilienmesse, sieht in den verbesserten steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten die große Chance, Investoren für den Neubau in Gebieten mit angespannter Wohnungslage zu gewinnen. Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) vergibt die Darlehen und Zuschüsse für den geförderten Wohnungsbau.

Mit dem ‚Wohnungspakt Bayern‘ sollen bis 2019 rund 28.000 Wohnungen entstehen, die der Freistaat fördert. „Wohnraum zu schaffen und zwar für alle – das ist das große Thema unserer bayerischen Wohnungspolitik. Der Wohnungspakt soll gerade in Ballungsräumen wie der Metropolregion München auch zur Entspannung auf dem Mietwohnungsmarkt beitragen“, so Herrmann.




Mit dem „kommunalen Förderungsprogramm“ unterstützen Städte und Ge­meinden Planung und Bau von Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und einkommensärmere Personen. Hierfür sind 2016 bis 2019 jährlich 150 Millionen Euro vorgesehen. Rund 1.500 Wohnungen sollen mit der Förderung entstehen. Antragsberechtigt sind alle bayerischen Gemeinden. Die Förderung setzt sich zusammen aus einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten sowie einem zinsverbilligten Darlehen. Hierfür bietet die BayernLabo ein ergänzendes Programm an. Die Gemeinden müssen nur zehn Prozent Eigenanteil leisten. „Die Kombination aus Zuschussförderung und Darlehensprogramm ist ein attraktives Gesamtpaket für alle bayerische Kommunen“, so Bauminister Herrmann.

Zudem baue Bayern die staatliche Wohnraumförderung aus. 2016 stehe für die Wohnraum- inklusive Studentenwohnraumförderung ein Volumen von mehr als 400 Millionen Euro zur Verfügung. „Das sind über 100 Millionen Euro mehr als letztes Jahr“, betont Herrmann.

Ein entscheidender Schritt zur Ankurbelung des Wohnungsbaus sei jedoch die Bereitstellung von Bauland. Da die Bauleitplanung zum Kernbereich der kommunalen Selbstverwaltung gehört, appelliert Herrmann nachdrücklich an die Kommunen, nötiges Bauland auszuweisen: „Engagieren Sie sich gerade in den Ballungsräumen dafür, Strategien zur Wohnraumversorgung zur entwickeln. Unterstützen Sie den Wohnungsbau durch eine zielgerichtete und verantwortungsvolle Bauleitplanung. Hier müssen wir alle an einem Strang ziehen.“

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