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Lauterbach: Prioritätsgruppen unter 65 Astrazeneca-Impfung anbieten


Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gegen Vorbehalte verteidigt und eine Umstellung im Impfmanagement gefordert. „Der Impfstoff von Astrazeneca ist zu Unrecht in Verruf geraten. Es handelt sich dabei um ein hochwirksames Produkt, das jetzt schnell verimpft werden sollte“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Um das zu gewährleisten, müssten die Impfzentren deutlich länger und an sieben Tagen die Woche geöffnet haben. „Damit das lohnt, sollten jetzt alle Personen der drei Prioritätsgruppen, die unter 65 Jahren alt sind, zeitgleich ein Angebot zur Impfung mit Astrazeneca von den Ländern unterbreitet bekommen“, forderte Lauterbach. „So würde es gelingen, dass wir schnelle Fortschritte erreichen und zumindest kein Impfstoff liegenbleibt.“ Man müsse aber unbedingt verhindern, dass die Prioritätsgruppen bei Astrazeneca ganz außer Acht gelassen werden. „Es darf nicht dazu kommen, dass sich Partygänger mit Astrazeneca einen vermeintlichen Freifahrtschein abholen und danach die Regeln zur Kontaktbeschränkung brechen während krebskranke 50-Jährige keinen Termin bekommen“, sagte der Mediziner. Zugleich sprach er sich dagegen aus, den Biontech-Impfstoff an Hausarztpraxen zu liefern. „Ich bin nicht der Auffassung, dass die Hausärzte den Biontech-Impfstoff verimpfen sollten“, sagte er. Die Anforderungen an die Kühlung seien nach wie vor hoch. „Die Impfzentren sollten zuerst auf Volllast fahren, sie sind sehr gut organisiert“, so Lauterbach.

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