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Virtuelle Vertreterversammlung bei der VR-Bank Donau-Mindel eG

Die 48. Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 fand aufgrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen unter ungewohnten Bedingungen statt.

Erst zum Ende des Jahres konnte aufgrund bekannter Pandemiebedingungen die Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 durchgeführt werden. Zufrieden präsentierten die Vorstände die Ergebnisse, die eine solide Ertragslage und eine gute Kapitalbasis belegten: Ein erneuter Beweis, dass die Genossenschaftsbank der andauernden Niedrigzinspolitik sowie dem hohen Regulierungsdruck gewachsen ist.

Zum ersten Mal virtuell
Erstmalig in der Geschichte der VR-Bank Donau-Mindel mit ihren Hauptgeschäftsstellen in Burgau, Dillingen und Günzburg wurde die Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 virtuell abgehalten. Lange haben die Verantwortlichen gehofft, zu einer Präsenzveranstaltung einzuladen, da Einigkeit darüber herrschte, dass persönliche Dialoge den virtuellen Begegnungen vorzuziehen sind. Schlussendlich wurde die 48. Vertreterversammlung über einen Zeitraum von insgesamt drei Tagen erfolgreich absolviert. Darin eingeschlossen die Informations- und Frageblöcke, die den Vertretern genügend Zeit boten, umfassend informiert in die Abstimmung einzutreten. Da sich das Jahr 2020 bereits zu Ende neigt, konnte im Schlussteil noch ein positiver Ausblick mit Zahlen und Fakten zum aktuellen Stand präsentiert werden. Hier spiegeln die Zahlen deutlich die schnellen Reaktionen der Mitglieder und Kunden wider, die auf die Auswirkungen der Corona-Welle im Frühjahr hinweisen.

Per Videobotschaften und Informationspräsentation richteten sich die Aufsichtsratsvorsitzende Vera Feustle sowie die Vorstände Alexander Jall und Stefan Fross online an die VertreterInnen der VR-Bank.

In einer Bildschirm-Präsentation visualisierten die Vorstände die konkreten Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei den Mitgliedern war ein Nettozuwachs von 146 Mitgliedern zu verzeichnen (0,4 %) auf 35.326 zum Jahresende. Die Mitglieder sind das wichtigste Fundament der Bank. Die VR-Bank Donau-Mindel eG ist weiterhin die größte wirtschaftliche Personenvereinigung in den Landkreisen Günzburg und Dillingen.

Es folgten detaillierte Informationen zu den wichtigsten Entwicklungszahlen der Bank. Das ge-samte betreute Kundenvolumen wuchs um 262,3 Mio. Euro auf 3.159 Millionen Euro an. Die Bilanzsumme stieg um 7,3 % auf 1.670 Millionen Euro, die Kundenkredite um 84,5 Millionen Euro um 9,8 % auf 944 Millionen Euro, die Kundeneinlagen um 64,2 Millionen Euro um 5,1 % auf 1.325 Millionen Euro. Die Aufwand-Ertrag-Relation von 58,5 % verdeutlicht diese positive Entwicklung auch im Ergebnis der Bank. Im Vergleich zu den bayerischen Genossenschaftsbanken liegt die VR-Bank Donau-Mindel eG damit wie in den Vorjahren deutlich über dem Durchschnitt. Dass dieser Erfolg von zufriedenen Mitgliedern und Kunden herrührt, zeigen aktuelle Ergebnisse des neutralen Bankentests durch die Gesellschaft für Qualitätsprüfung GmbH, bei denen die VR-Bank erneut an mehreren Standorten als „Beste Bank vor Ort“ ausgezeichnet wurde. Seit letztem Jahr tritt sie im Geschäftsgebiet mit der Zusatzmarke „HeimatBank“ auf, um ihr Engagement in der Region und für die Region auch nach außen und nach innen stärker zum Ausdruck zu bringen.

Gut zwei Tage lang stand den Vertreterinnen und Vertretern das umfangreiche Informationsmaterial online zur Verfügung. Im selben Zeitraum konnten sie Fragen und Kommentare direkt an die Verantwortlichen stellen. Beispielsweise ein Vertreter, der sich für das Thema Negativzinsen interessierte und nachfragte. Weiter bestand die Möglichkeit, Beiträge zur Diskussion einzustellen. Das neue Format wurde von den angemeldeten 114 Vertreterinnen und Vertretern rege frequentiert.

Zur abschließenden Abstimmung wurde ein virtuelles Zeitfenster geöffnet. Stimmberechtigt waren 237 Vertreter, von denen 101 an der Abstimmung teilnahmen. Dabei stimmte jeder Vertreter in Eigenregie zu den relevanten Tagesordnungspunkten geheim ab. Aufgelistet waren diverse Satzungsänderungen, Änderungen zur Wahlordnung und die Wahlen zum Aufsichtsrat. Alle Ergebnisse wurden einstimmig beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig beziehungsweise mit einer Gegenstimme entlastet.

Zum Thema Dividende hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) noch im Frühjahr die Empfehlung ausgegeben, keine Dividende auszuschütten. Diese Empfehlung wurde im Lauf des Jahres in eine „Einzelfallbetrachtung“ umgewandelt. Die Vertreterversammlung stellte einstimmig den Jahresabschluss fest und beschloss die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,0 % an die Mitglieder. Eine weitere positive Nachricht, auf die viele Teilnehmer gespannt gewartet hatten.

Am Ende der ungewohnten Veranstaltung war das Fazit der Teilnehmer für das neue Format äußerst positiv. Hervorgehoben wurden mehrfach die übersichtlich gestalteten Berichte und die problemlos funktionierende Technik. In einem Punkt waren sich Verantwortliche und Teilnehmer einig: Eine Präsenzveranstaltung mit Begegnungen und Gesprächen ist durch nichts zu ersetzen.

Die VR-Bank Donau-Mindel eG – Sozialbilanz 2019:

  •  254 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Vorstand)
  • Davon 12 junge Menschen in der Ausbildung/Studium, Ausbildungsquote 5 %
  • Bruttolohnsumme: 12,3 Mio. Euro
  • Arbeitgeberanteil an die Sozialkassen: 2,3 Mio. Euro
  • Steuerzahlungen: 4,8 Mio. €, davon 1,97 Mio. Euro Gewerbesteuer
  • Dividendenzahlungen: 268.000 Euro
  • Investitionen: 3,1 Mio. Euro
  • Spendensumme: 130.000 Euro für 202 einzelne Maßnahmen und Projekte in der Region

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