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Kreis Günzburg: Traktor wird auf Bahnübergang bei Ellzee von Regionalzug erfasst

Am Samstagnachmittag, den 05.06.2021, kam es auf einem unbeschrankten Bahnübergang auf der Bahnhofsstraße bei Ellzee zu einem Zusammenstoß, der einen Schwerverletzten forderte.
Der 81-jährige Fahrer eines Traktors war auf einem Waldweg parallel zur Bahnlinie in südlicher Richtung unterwegs und bog dann nach rechts auf die Bahnhofsstraße in Fahrtrichtung Ellzee ein. Zeitgleich kam ein Regionalzug der Mittelschwabenbahn, der in Fahrtrichtung Mindelheim unterwegs war. Der Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und erfasste um kurz nach 15.00 Uhr den Traktor auf dem durch Andreaskreuz und Lichtzeichen gesichertem Bahnübergang mit seinem rechten Puffer, wobei der Traktor weggeschleudert wurde und umkippte.

Der Traktorfahrer wurde mit dem Verdacht auf schwere Verletzungen und nach rettungsdienstlicher Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 40 aus Augsburg in eine Klinik nach Ulm geflogen.

Die Bahnstrecke Günzburg-Mindelheim war für die Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme gesperrt. Die Fahrgäste, welche ebenso wie der Lokführer unverletzt blieben, wurden mit einem Ersatzbus und einem Taxi weitertransportiert.

Neben den Streifen der Polizeiinspektionen Burgau und Günzburg, war der Rettungsdienst mit zwei Rettungswägen, zwei Notarztfahrzeugen, einer Motorradstreife und einem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Der Rettungshubschrauber aus Augsburg landete auf einer Wiese. Die Feuerwehren aus Ellzee, Ichenhausen, Wattenweiler, Ettenbeuren, Biberach (aus dem Kreis Neu-Ulm), das THW OV Günzburg und die Kreisbrandinspektion waren mit insgesamt etwa 95 Kräfte an der Unfallstelle. Das ebenfalls alarmierte THW OV Krumbach und die Feuerwehr Krumbach wurden von der Einsatzleitung abbestellt und mussten nicht mehr anrücken. Neben der Landespolizei war auch die Bundespolizei aus Augsburg und der Notfallmanager der Bahn aus Augsburg im Einsatz. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur Beweissicherung ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die Bahnhofsstraße wurde von den Kräften komplett gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur Beweissicherung ein Sachverständiger hinzugezogen.

Es entstand ein Sachschaden von mindestens 20.000 Euro.  Die Bahnlinie konnte um 17.55 Uhr wieder freigegeben werden.

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