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Ein Reifenwechsel steht an? – Der Günzburger Reifenprofi klärt auf

Der „Reifenwechsel“ – Wann ist der richtige Zeitpunkt und lieber beim Profi oder selber wechseln?

Beim Reifenwechsel vertrauen viele auf die „Werkstatt des Vertrauens“. Doch es gibt heutzutage noch einige Alleinkämpfer, die jede Saison den altbekannten Samstagnachmittag für den Radwechsel opfern. Generell wird auf die „O-bis-O-Regel“ Oktober, bis Ostern vertraut, egal was der Wetterbericht sagt. Andere legen sich die „7-Grad Regel“ als Grenze fest. Doch beide Faustregeln haben einige Schwächen erklärt Christian Frey, Serviceleiter der Reifen- und KFZ-Meisterwerkstatt im Günzburger Donaumoos RIGDON.

Christian Frey RIGDON
Christian Frey, Serviceleiter der Reifen- und KFZ- Meisterwerkstatt RIGDON im Günzburger Donaumoos.

Zu welchem Zeitpunkt ist der Reifenwechsel richtig?

„Wie wir kürzlich gesehen haben, ist im April noch Schneefall möglich“, denn „in diesem Zeitraum sind Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Seltenheit“, führt Frey weiter aus. Bei der „O-bis-O-Regel“ kann Ostern beispielsweise im späten März oder Anfang April fallen. Das wäre für einen Reifenwechsel bei möglichen winterlichen Verhältnissen nicht korrekt. Die 7-Grad Regel hat ebenfalls ihre Tücken, denn auch wenn Sommerreifen grundsätzlich bei sieben Grad Celsius eine bessere Haftung als Winterreifen haben, dient diese Faustregel nur als grober Anhaltspunkt! „Wer weiß denn schon sicher, ob auf eine wärmere Periode im März nicht wieder eine kältere mit Schneeschauern im April folgt?“.

Der langfristige Wettertrend soll den Ausblick geben

Konkrete Termine wie Ostern oder das Überschreiten einer bestimmten Temperatur können nur als grobe Anhaltspunkte dienen. Ein weiterer Tipp für Wenigfahrer können sogenannte „Ganzjahresreifen“ sein. „Wer nur selten in Bergregionen unterwegs ist und von seinen Reifen weder im Sommer noch im Winter sportliche Höchstleistungen erwartet, kann sich den Reifenwechsel mit Kompromissen sparen.“

Apropos „sparen“ – soll ich lieber zum Profi gehen oder doch selber wechseln?

Hierfür müssen wir erstmal zwischen den Begriffen „Reifenmontage“ und „Radwechsel“ unterscheiden. Der Begriff Reifenwechsel ist im Volksmund weit vertreten, doch in der Fachsprache wäre der Begriff „Radwechsel“ korrekt. Der „Radwechsel“ beschreibt das Umstecken eines Rades, also Reifen + Felge, wie zum Beispiel von Sommer- auf Winterreifen. Die Reifenmontage hingegen ist das Abziehen des Altreifens und Aufziehen es Neureifens auf die Felge. Die Meinungen des „selbstständigen Radwechsels“ ist meist sehr unterschiedlich. Zu Hause muss das Auto insgesamt vier Mal mit dem Wagenheber – der korrekt zudem angesetzt werden muss um keinen Schaden anzurichten – hochgekurbelt werden. Auch das Ausdrehen der zahlreichen Radschrauben gilt es per Hand zu erledigen. Die eigentlich benötigten Zwischenschritte, wie dem Überprüfen der Achse oder dem Festigen der Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel, werden beim Selberwechseln meist nicht oder nicht richtig erledigt. „Wer hat denn auch eine Hebebühne oder Fachpersonal zu Hause“, lacht Christian Frey. Reifen oder KFZ-Werkstätten gäbe es ja nicht umsonst.

Spätestens bei der Reifenmontage, also dem Ab- und Aufziehen des neuen Winter-/ Sommerreifens auf die Felge für welchen eine spezielle, zugelassene Montiermaschine benötigt wird, erkennt man die „Hinterhofwerkstatt“.

Bei Alufelgen sieht Frey und das Team sehen meist große Kratzer, welche durch die nicht fachgerechte Montage der Reifen verursacht wurden. „Manchmal sehen wir auch Abdrücke vom Wagenheber, der nicht richtig platziert wurde oder sogar bei manchen Montagen abgerutscht ist.“ Der Meistverbreitete Fehler sind jedoch viel zu fest angezogene Schrauben, die erst nach Einsatz des ganzen Körpergewichts bei großem Kraftaufwand gelockert werden können. „Bei manchen muss ich sogar das gesamte Fahrzeug von der Hebebühne wieder herunterlassen und mich auf den Griff des Werkzeugs stellen, um die rostigen oder zu festen Schrauben zu lösen“, berichtet der Serviceleiter.

Der größte Vorteil des Händlers sei seine Schnelligkeit und die Möglichkeit des Einlagerns der in der nächsten Saison nicht verwendeten Reifen- und Radsätze. „Die fachgerecht eingelagerten Reifensätze werden dann im Laufe der Saison geprüft, gewaschen, gewuchtet und falls nötig in Absprache mit neuen Reifen ausgestattet. So stehen diese für Ihren nächsten Besuch bei RIGDON pünktlich zur Verfügung.“ Komplettpakete gibt es in der Reifen- und KFZ-Meisterwerkstatt in Günzburg schon ab rund 20 Euro.

Kontakt:
Reifen- und KFZ-Meisterwerkstatt RIGDON Service
Christian Frey, Werkstattleiter (Günzburg)
Telefon: 08221/99-2940
Mail: [email protected]

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