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Rettungshubschrauber CH
Symbolfoto: Mario Obeser

Denklingen: Schwerer Arbeitsunfall mit vier Toten bei Betonierarbeiten

Heute Mittag, am 16.10.2020, ereignete sich auf einer Baustelle in Denklingen ein schwerer Betriebsunfall, bei dem vier Arbeiter aus dem Landkreis Landsberg am Lech getötet und ein weiterer leicht verletzt wurden.
Gegen 11.13 Uhr wurde über die Integrierte Leitstelle ein Unfall auf einer Baustelle gemeldet. Bei dem Einsturz eines Gerüstes sollen mehrere Personen verschüttet worden sein.

Nach bisherigen Erkenntnissen führten mehrere Arbeiter zum Zeitpunkt des Unglücks Betonarbeiten an einer Decke durch, die zwei Gebäude einer Firma miteinander verbinden sollte. Aus bislang unklarer Ursache stürzte die Schalung der Decke komplett in sich zusammen. Ein 16-jähriger, ein 34-jähriger und zwei 37-jährige Arbeiter, die sich zuvor auf beziehungsweise unterhalb der Betondecke aufgehalten hatten, wurden durch Trümmer und Beton verschüttet.

Vier Arbeiter tödlich verletzt
Die alarmierten Rettungskräfte konnten zwei der Männer nur noch tot bergen. Bei zwei weiteren musste eine Reanimation erfolglos abgebrochen werden. Ein weiterer 57-jähriger Bauarbeiter aus dem Ostallgäu wurde leicht verletzt, da er sich zum Zeitpunkt des Einsturzes in unmittelbarer Nähe aufhielt.

Die Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz, darunter auch zwei Rettungshubschrauber.

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Augsburg die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen. In Zusammenarbeit mit dem Gewerbeaufsichtsamt, der Berufsgenossenschaft und einem Gutachter finden aktuell Untersuchungen an der Unglücksstelle statt.

Eine Obduktion der vier Getöteten ist für Anfang nächster Woche vorgesehen.

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