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Ichenhausen: Transformator auf Lkw transportiert – Öl versickert im Erdreich – lange Ölspur

Beim Transport des Transformators einer Trafostation, welcher rund 1,4 Tonnen wiegt, führte am 25.11.2020 zu einer rund 25 Kilometer langen Ölspur, welche in Ichenhausen endete.

Am Mittwochnachmittag, gegen 16.10 Uhr, entdeckte ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ichenhausen eine Ölspur auf der Straße in Ichenhausen, welche von Oxenbronn bis nach Ichenhausen führte und an einem Lkw mit hoher Bordwand am südlichen Ortsrand von Ichenhausen endete, welcher auf einem unbefestigten Abstellplatz stand. Das Öl sickerte auf einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern ins Erdreich. Er verständigte daraufhin seinen 1. Kommandanten Ralf Berchthold, der über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller weitere Kräfte der Feuerwehr Ichenhausen gegen 16.47 Uhr alarmieren ließ.

Während die informierte Straßenmeisterei auf der Straße Schilder aufstellte, um vor der Ölspur zu warnen, konnte nach hinzuziehen einer Streife der Polizeiinspektion Günzburg die Ladefläche des betreffenden Lastwagens geöffnet werden. Parallel hierzu streuten die Feuerwehrkräfte die Spur auf der Straße, in der der Laster stand, bis zur Bundesstraße 16 ab. Hierbei wurde erkannt, dass die Spur auch noch in einen Feldweg führte, der von der Straße, nahe dem Abstellplatz, abzweigte. Rund 200 Meter weiter konnte auf einer Wiese ein etwa 15qm großer Ölfleck erkannt werden. Regulär ist der Trafo mit etwa 200 Litern Öl befüllt. Die genaue Ölmenge, die aus dem Transformator ausgelaufen ist, konnte nicht festgestellt werden.

Der Transformator wurde schließlich in eine Wanne gestellt um weiteres auslaufendes Öl sicher aufzufangen.

Ebenfalls an die Einsatzstelle wurde ein Verantwortlicher des Landsamtes (Abteilung Wasserrecht) und der Fachberater Gefahrgut Albert Müller der Kreisbrandinspektion Günzburg hinzugezogen. Es wurde Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt gehalten. Hier entschied man sich dazu, tags drauf, also am gestrigen Donnerstag, eine Probe des Öles zur Untersuchung zu nehmen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Am Donnerstagvormittag wurde dann von den zuständigen Behörden entschieden, dass das betroffene Erdreich großflächig abgetragen wird, um eine Kontamination des Grundwassers zu verhindern. Von dem ausgelaufenen Öl wurde eine Probe entnommen, um letztlich feststellen zu können, welche Zusammensetzung das Öl tatsächlich hat.

Kommt bei der Untersuchung des Isolieröles heraus, dass polychlorierte Biphenyle (PCB) oder polychlorierte Terphenyle (PCT) enthalten ist, wird sich der Verantwortliche auch wegen des illegalen Transportes von Gefahrgut verantworten müssen.

Ermittlungsverfahren eingeleitet
Gegen den Verantwortlichen für das ausgelaufene Öl wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes einer Umweltstraftat eingeleitet. Weitere umfassende Ermittlungen zur Klärung des genauen Sachverhaltes sind erforderlich.

Noch am Mittwoch wurde der Verlauf der Ölspur durch die eingesetzten Polizeibeamten nachverfolgt. Diese verlief auf den Straßen von Ichenhausen über Oxenbronn, Großkötz, Bubesheim, Leipheim, Riedheim bis nach Langenau.

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