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Festnahme
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Aschau im Chiemgau: Festnahme nach Unfallflucht bei der eine 23-Jährige starb

Ermittlungserfolg der Kripo Rosenheim nach tödlicher Unfallflucht in Aschau im Chiemgau. Mutmaßlicher Fahrer festgenommen und Tatfahrzeug sichergestellt.

Im Fall des tödlichen Verkehrsunfalls mit Unfallflucht am Sonntag, 06.01.2019, bei der eine 23-Jährige ums Leben kam (wir berichteten), können Staatsanwaltschaft und Polizei einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden: nur einen Tag nach der Tat wurde der mutmaßliche Fahrer des flüchtigen Pkw festgenommen und das Tatfahrzeug sichergestellt. Auch gegen zwei Mitfahrer im Pkw zur Unfallzeit werden seitdem Ermittlungen geführt. Der tatverdächtige 27-jährige Fahrzeuglenker wird im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Ermittlungsgruppe „Schneefall“ nahm die Ermittlungen auf
Noch am Unfalltag, Sonntag, 06.01.2019, wurde die Ermittlungsgruppe „Schneefall“ beim Kommissariat K1 der Kriminalpolizei Rosenheim ins Leben gerufen. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft wurde von den Ermittlern der Kripo, die von Beamten der Polizeiinspektion Prien am Chiemsee, einem Unfallfluchtfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim und Beamten der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Rosenheim unterstützt wurden, nichts unversucht gelassen, diesen aufsehenerregenden Fall rasch zu klären.

Mehrere Videokameras ausgewertet
Ein an der Unfallstelle sichergestelltes Fahrzeugteil führte noch am Unfalltag zur Überprüfung von rund 80 Fahrzeugen der Marke VW Golf, Typ VI. Unzählige weitere dieser Überprüfungen hätten in den nächsten Tagen folgen sollen. Großflächig wurde am Unfallort der Schnee von der Fahrbahn abgetragen und eingelagert, um später noch kleinste Beweisstücke daraus sondieren zu können. Den entscheidenden Schritt in Richtung Klärung des Verbrechens brachten Auswertungen verschiedener Videokameras. Sie führten die Kripo zu drei Personen, die in der Nacht auf Sonntag ebenfalls Gäste in dem Club in Hohenaschau waren, in der sich auch das Unfallopfer und ihr Begleiter aufgehalten haben.

Mitfahrerin im Tatfahrzeug rief bei der Polizei an
Die drei wurden am gestrigen Montag, 07.01.2019, festgenommen. Ein 22-Jähriger und eine 23-Jährige saßen zur Unfallzeit als Mitfahrer im VW Golf, gegen sie besteht der Verdacht der Unterlassenen Hilfeleistung und der versuchten Strafvereitelung. Sie wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die 23-jährige Frau hatte zuvor bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, dass am VW Golf, dessen Halter ihr Vater ist, das in den Medien gezeigte Fahrzeugteil fehlt.

Haftantrag gestellt
Gegen den mutmaßlichen Fahrer, einen 27-Jährigen, der in Aschau wohnt, stellte die Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim – einen Haftantrag. Gegen den Mann, der die deutsche und die rumänische Staatsbürgerschaft besitzt, besteht der Verdacht des versuchten Totschlags durch Unterlassen, der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Die Fahrereigenschaft zur Unfallzeit hatte er zuvor bei seiner Vernehmung durch die Kripo eingeräumt. Er wird im Laufe des heutigen Nachmittags zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

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