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Feuerwehr Brand Schaum Nacht
Symbolfoto: Mario Obeser

Finanzielle Probleme: Landwirt nach Großbrand mit 500.000 Euro Schaden in Haft

Die Ursache für den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens Ende Februar 2019 im Bereich der Polizeiinspektion Mindelheim konnte nun geklärt werden. Schaden rund 500.000 Euro.
Was zunächst nach einem technischen Defekt an einem Rolltor aussah, stellte sich als vorsätzliche Brandstiftung durch den Eigentümer heraus. Der Mann wurde am Mittwoch, 24.04.2019 mit einem Haftbefehl des Amtsgerichts Memmingen festgenommen und der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Der Untersuchungshaftbefehl wurde aufrechterhalten und der Verdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Das Motiv sind längere finanzielle Schwierigkeiten. Deshalb wurde kurzfristig eine Brandversicherung für die landwirtschaftlichen Gebäude abgeschlossen. Zur Tatzeit war der Tatverdächtige verreist.

Durch Nachbarn wurde der Brand des landwirtschaftlichen Anwesens mitgeteilt. Bei Eintreffen der ersten Streife stand der Stall bereits im Vollbrand. Das angrenzende Wohnhaus wurde durch die Brandmauer geschützt und durch die Feuerwehr konnte ein weiteres Übergreifen verhindert werden. Im Stall befanden sich 10 Pferde und 4 Kühe, die alle gerettet werden konnten. 1 Pferd wurde durch den Brand verletzt und musste zu einem Tierarzt gebracht werden.

Die sehr aufwändigen und gründlichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen, zusammen mit dem Brandsachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes, erhärteten den Tatverdacht. Während sich der vermeintlich Geschädigte im Ausland aufhielt, legte dessen Mutter in der Nacht, wie vorher vereinbart, den Brand im Stallgebäude. Die 79-jährige Frau räumte gegenüber den Ermittlungsbeamten die Tat ein. Eine Fluchtgefahr besteht für sie nicht.

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