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Landtagsabgeordneter Georg Freiherr von Freyberg verstorben

Heute, am 22.02.2017, ist der langjährige Landtagsabgeordneter Georg Freiherr von Freyberg im 91. Lebensjahr verstorben.
Der am 10. März 1926 in Nictheroy bei Rio de Janeiro geborene Baron Freyberg kehrte mit seinen Eltern im Alter von 4 Jahren an auf den Stammsitz der Familie nach Allmendingen zurück. Freyberg studierte Land- und Forstwirtschaft in Stuttgart und München. Im Frühjahr 1957 heiratete er in Rom Marie Adelheid Prinzessin von der Leyen und zu Hohengeroldseck (1932–2015) und zog in das seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz befindliche Schloss Unterknöringen. Aus den Kriegserfahrungen des Zweiten Weltkriegs sah er sich verpflichtet, sich „nach der gottlosen Nazizeit“ politisch für eine bessere Zukunft einzusetzen. Der jüngste Sohn seiner fünf Kinder Philipp Erwein trägt den Namen Fürst von der Leyen und zu Hohengeroldseck und ist Chef des fürstlichen Hauses, dem seine Mutter entstammte. Der Bayerische Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse wurden Georg Freiherr von Freyberg 1982 verliehen.

Baron Freyberg engagierte sich schon in jungen Jahren in der Kommunalpolitik. Zunächst gehörte er dem Gemeinderat von Unterknöringen an. 1963 übernahm er das Schloss Haldenwang und wurde dann Mitglied des örtlichen Gemeinderats. Im Kreistag war Baron Freyberg fast 20 Jahre. Als Zweitstimmenkandidat wurde er 1970, 1974 und 1978 in den Landtag gewählt. Seine Schwerpunkte waren dort die Sozial-, Gesundheits- und Umweltpolitik. Spektakulär waren seine Wahlkämpfe, wo er stets in den letzten drei Tagen vor der Wahl plakatierungsmäßig auffällige Akzente gesetzt hat.

Besonders intensiv war der Kontakt von Baron Freyberg zu den Landwirten sowie sein Engagement für die Bäuerinnen und Bauern. Er war zunächst BBV-Geschäftsführer in Dillingen und Wertingen und dann fast 30 Jahre BBV-Kreisobmann in Günzburg. Zeitlebens hat er sich für den Bayerischen Weg in der Agrarpolitik eingesetzt. Sein Augenmerk galt immer dem Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Bei den Bäuerinnen und Bauern war er beliebt und angesehen zugleich.

CSU-Kreisvorsitzender Alfred Sauter (MdL) zum Tod des Baron Freyberg
Baron Freyberg war fleißig, ideenreich und pflichtbewusst. Als an den autofreien Sonntagen viele Politische Frühschoppen abgesagt werden mussten reiste er standesbewusst mit dem Pferd an. Da war die Freude der Frühschoppen-Besucher ebenso groß wie der Respekt für sein Erscheinen trotz widriger Umstände.

Wir haben Baron Freyberg viel zu verdanken. Er hat unseren Landkreis im Landtag gemeinsam mit den ehemaligen Staatsministern Dr. Bruno Merk und Prof. Hans Maier bestens vertreten, er war unser Bindeglied zu den Landwirten und er hat uns bis ins hohe Alter politisch begleitet und unterstützt.

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