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SPD-Kanzlerkandidat Schulz glaubt noch an Wahlsieg

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz glaubt noch an einen Sieg bei der Bundestagswahl.
„Alle Erfahrungen der Wahlkämpfe national oder international lehren, die Anzahl von unentschiedenen Menschen nimmt immer mehr zu. Es ist noch alles möglich“, sagte Schulz dem Sender RTL. „Diese Behauptung, es gäbe keine Wechselstimmung, stimmt nicht. Die Union baut massiv ab in den Umfragen. Es stimmt, wir bauen noch nicht auf. Es gibt eine enorme Verunsicherung. Ich glaube, dass wir sehr wohl einen Last-Minute-Swing haben.“

Der SPD-Kanzlerkandidat kritisierte mit Nachdruck die FlĂĽchtlingspolitik der Union: „Die FlĂĽchtlingsfrage ist die groĂźe Herausforderung der nächsten Jahre. Wir glauben, dass es eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die die ganze Nation schultern muss. Aber Frau Merkel hat in dieser Hinsicht mit dem Satz `Wir schaffen das` die Leute im Stich gelassen. Deshalb werde ich in einer neuen Bundesregierung die Kompetenzen dafĂĽr auch aus dem Innenministerium – Herr Altmaier und Herr de Maizière sind ja sichtlich ĂĽberfordert – wegnehmen und ein neues Ministerium bilden“, kĂĽndigte der SPD-Kanzlerkandidat an. „Wahrscheinlich beim Arbeits- und Sozialministerium sollte auch die Frage der Integration angesiedelt werden: Die Kompetenzen dort bĂĽndeln, wo sie am ehesten in die gesellschaftliche Realität ĂĽberfĂĽhrbar sind, das ist Arbeit und Soziales.“ Schulz wirft der CDU vor, den Wahlkampf zu stark auf die Person Angela Merkel zu konzentrieren und weniger auf Inhalte zu setzen: „Die Union hat kein Programm. Sie sagen ja nichts. Die Union versucht ihre ganze programmatische Aussage zu reduzieren auf den Namen Angela Merkel. Aber wenn man genau hinschaut und das Programm auch liest: Bei der Rente wird die Union nicht eingreifen. Das heiĂźt, die Rente sinkt ab und die Beiträge steigen.“ Im Gegensatz dazu setze die SPD sich fĂĽr genau die Themen ein, die die BĂĽrger bewegten: „Rente, Miete, Bildung – das sind die Kernthemen der SPD. Ich glaube sehr wohl, dass wir sehr nah mit unseren Programmen bei dem sind, was die BĂĽrger berĂĽhrt.“ (dts Nachrichtenagentur)

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