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Günzburgs Stadtrat und die Amtsleiter der Verwaltung tagten fast vollständig zu Günzburgs Weiterentwicklung in Rain am Lech. Foto: Verena Potell/Stadt Günzburg

Klausurtagung: Pläne schmieden für Günzburg

Stadtrat und Verwaltung der Stadt Günzburg bei Klausurtagung

Arbeit der Cityinitiative, europäischer Zusammenhalt, barrierefreier Marktplatz, Mobilfunk-Versorgung und weitere aktuelle Themen standen auf der Tagesordnung des Günzburger Stadtrats und der Verwaltungsleiter während ihrer Klausurtagung in Rain am Lech.

Traditionell ziehen sich politische Entscheidungsträger in Bayern zu Klausuren zurück. Seit mehreren Jahren verfährt auch Günzburgs Stadtrat so. Folgende Themen wurden bearbeitet:

Cityinitiative in Günzburg

Kamingast in diesem Jahr war die Citymanagerin Nikola Tesch. Sie berichtete von den Aktionen der Cityinitiative im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick. Vorstellbar wäre hier, bestehende Events, wie den Kultursommer, auszuweiten. Der Stadtrat bewertete die Arbeit als wertvoll und die Entscheidung, einen Citymanager anzustellen, als wegweisend und richtig. Neben den Highlights der Neukundengewinnung, der Digitalen Einkaufsstadt, des OpenAir-Kinos, der Sternenacht und des Weihnachtsbummelns mit Kinderbetreuung, wurde vor allem das Modell „Parken und Sparen“ gelobt. Dies sei ein erfolgreiches Instrument der Kundenbindung. Begrüßt wurde auch, dass neben den öffentlichkeitswirksamen Auftritten, Einzelhändler z.B. in ihrem Onlineauftritt geschult wurden. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig resümierte: „Unabhängig von den zahlreichen sichtbaren Aktionen wurde das Wir-Gefühl von Einzelhandel, Kommunalpolitik und Verwaltung gestärkt. Das ist eine sehr gute Entwicklung.“ Der Stadtrat sicherte der Cityinitiative weitere politische Unterstützung zu.

Europa in Günzburg

„Europa steht im kommenden Jahr vor großen Herausforderungen. Skepsis ist da“, so Jauernig. „Wir als Stadt Günzburg wollen aber unseren Beitrag für ein vereintes Europa leisten“, stellt Günzburgs Oberbürgermeister klar. Ein wichtiges Instrument hierbei sind sowohl die bestehenden Städtepartnerschaften, als auch neue. Durch den Schüleraustausch des Dossenberger Gymnasiums mit Sizilien sind schon viele neue Freundschaften entstanden. Frau Brosig, Italienisch- Lehrerin am Dossenberger Gymnasium, referierte über die Perspektiven Menschen-Vereine-Unternehmen eines Austauschs. Im Stadtgarten erinnern ein Olivenbäumchen sowie ein Schild daran.

Barrierefreiheit in Günzburg

Kernthema der Klausurtagung war die barrierefreie Umgestaltung des Marktplatzes und die ihn umgebenden Gassen. Stadtbaumeister Georg Dietze stellte ausführlich einige Handlungsmaßnahmen vor. In diesem Kontext bekannten sich die Entscheidungsträger zur Sommer-, bzw. Winterregelung zur Befahrbarkeit des Marktplatzes. Natürlich stellt sich auch auf Günzburgs Flaniermeile die Frage nach der Sicherheit. Wie können zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer gebremst werden? Die Runde kam überein, dass dem Thema der Sicherheit hohes Gewicht verliehen werden muss. Deshalb soll in diesem Jahr in einer Testphase die Durchfahrt auf der südlichen Brunnenseite gesperrt werden und nur die nördliche Brunnenseite befahrbar bleiben. Die Stadt erwartet sich mit diesem Versuch Erfahrungen, ob eine einseitige Sperrung der Marktplatzdurchfahrt auf Höhe des Brunnens generell im Sommer angewandt werden kann. „Wir garantieren die Erreichbarkeit der Wohnungen und der Geschäfte auf dem Marktplatz, erschweren aber die Durchfahrt“, führt Jauernig aus. Darüber hinaus wurde auch die jahrzehntealte Technik auf dem Marktplatz und den angrenzenden Gassen thematisiert, die in den nächsten Jahren erneuert werden muss. Wir müssen beim Marktplatz Barrierefreiheit, verkehrslenkende Maßnahmen und die Erneuerung der Technik gemeinsam denken und planen“, erklärt Georg Dietze. Seit Anbeginn des Modellprojekts „Bayern Barrierefrei“ berät Martina Schneider als Spezialistin für barrierefreies Bauen im öffentlichen Raum vom Büro „Stadt- Raum-Planung“ in München die Stadt Günzburg und steht auch in diesem Punkt zur Seite.

Erreichbarkeit in Günzburg

Nachdem das digitale Zeitalter eine rasante Entwicklung zu tage legt und die Bevölkerung eine flächendeckende Versorgung mit sicherem Mobilfunk-Empfang erwartet, müssen Strategien zur Ansiedlung von Mobilfunkanlagen erarbeitet werden. Das haben auch die jüngsten Entwicklungen im Stadtteil Wasserburg gezeigt. So beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit Spielräumen und Vorgehensweisen bei neuen Mobilfunkstandorten. Diplom-Ingenieur (FH) Hans Ulrich von der Firma Funktechanalyse war als Experte zum Austausch eingeladen.

Aktuelle Themen in Günzburg

Oberbürgermeister Jauernig berichtete über den Zweckverband „Hallenbad Nord“. Günzburgs Kommunalpolitiker bekannten sich klar zu einem Familienbad im nördlichen Landkreis. Die Stadträte gaben ihm Mandat, diesen Standpunkt zu vertreten.

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