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Günzubrg Neue Ladesäulen Elektromobilität
(v.l.) Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Landtagsabgeordneter Alfred Sauter, LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher und SWG-Vorstand Johann Stelzle, präsentieren die neuen Ladesäulen am Bahnhof in Günzburg. Foto: Tanja Sailer/Stadt Günzburg

Sechs neue Lademöglichkeiten für Elektro-Autos in Günzburg

Die Stadt Günzburg und Stadtwerke bauen Infrastruktur auf 27 Ladepunkte aus

Auf dem Schloßplatz, am Parkplatz in der Schlachthausstraße, am Kurzzeitparkplatz am Bahnhof, in der Tiefgarage „Stadtberg“ sowie am Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Günzburg KU (SWG) stehen neue Ladesäulen für Elektro-Autos bereit. Für den Betrieb kooperieren Stadtverwaltung und SWG mit der Lechwerke AG (LEW). Damit steigt die Anzahl an Ladepunkten im Stadtgebiet auf 27.

Die Stadt und die Stadtwerke zahlen für sechs Jahre einen monatlichen Mietpreis an den Energieversorger. Darin inbegriffen sind unter anderem der Netzanschluss, die Installation und Wartung. Gleichzeitig wird der Bau der Ladestationen durch das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Dabei werden Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, unterstützt.

Bei den neuen Ladestationen handelt es sich um fünf Wechselstrom(AC)-Ladestationen und eine Gleichstrom(DC)-Ladestation. Diese steht am Bahnhof und ergänzt die dortige AC-Ladestation. Hier können die Günzburger Bürger, Touristen oder Durchreisende ihr E-Mobil in kürzester Zeit voll beladen. Maximal eine halbe Stunde dauert das Aufladen der Akkus dort, weiß der Klimaschutzmanager der Stadt Günzburg, Roman Holl, zu berichten.

Infrastruktur bereitstellen, die es für unsere Bürgerinnen und Bürger attraktiv macht, auf den Verbrennungsmotor zu verzichten und auf Elektro-Autos umzusteigen“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig den Ausbau. Mit der schnellen Umsetzung des Ladeinfrastrukturkonzeptes nimmt Günzburg in Nordschwaben eine Vorreiterrolle ein, vor allem bzgl. der Ladesäulendichte in mittelgroßen Städten: 27 Ladepunkte stehen nun bereit.

„Bei der Standortwahl der neuen E-Ladesäulen haben wir einerseits berücksichtigt, wo nur geringe Tiefbaueingriffe nötig sind und wo der Stromleitungsverlauf bereits passt. Andererseits sollten die Standorte in der ersten Ausbaustufe räumlich nah aneinander liegen“, führt Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt aus. Falls ein Ladepunkt belegt sein sollte, liegt der nächste nicht weit entfernt.

Für LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ganz entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität. „Mit unseren 270 Ladepunkten sind wir größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Gerade in Günzburg konnten wir das Angebot nun deutlich erweitern: Neben den sechs Ladestationen in der Innenstadt haben wir auch eine weitere Gleichstrom-Schnellladestation beim Landgasthof Linde in Deffingen in Betrieb genommen. Durch die Lage an A8 und B16 ist auch dieser Standort für Fahrer von Elektroautos ideal.“

„Unser Ladeinfrastrukturkonzept in Günzburg erlaubt es uns, heute den Ausbau für morgen zu planen und umzusetzen. Es ist wichtig den Ausbau jetzt voranzubringen, auch wenn die Anzahl der Elektro-Autos in Günzburg erst wächst“, sagt Johann Stelzle, Vorstand der SWG.

„Innovative Antriebstechnologien inklusive alternativer Brennstoffe sind der Grundbaustein einer klimafreundlichen und damit zukunftsfähigen Mobilität“, sagt Landtagsabgeordneter Alfred Sauter. Elektroautos seien dabei nur eine der Möglichkeiten. „Unsere Bürger werden sich aber nur für Elektroautos entscheiden, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Mit dem Ausbau des Ladesäulennetzes stellt Günzburg die Weichen für die hierzu benötigte Infrastruktur.“ Wirtschaftlich tragfähig, sozial ausgewogen und gleichzeitig natur- und umweltschonend muss eine zukunftsfähige Verkehrspolitik sein, so Sauter weiter.

„Wir bewegen Günzburg“ haben sich die Stadt sowie die SWG zur Aufgabe gemacht. „Die Mobilität der Zukunft ist vielschichtig und darauf müssen wir uns einstellen. Wir können auch in diesem Bereich nachhaltige Stadtentwicklung gestalten“, verdeutlicht Jauernig und erklärt: „Für welches Fortbewegungsmittel sich unsere Bürger entscheiden, hängt stark mit dem Angebot zusammen“. Die Stelle am Bahnhof sei prädestiniert für eine Schnellladestation, findet der OB. Schließlich liegt die Bundesstraße B16 in unmittelbarer Nähe. Neben der Förderung der Elektromobilität sind jedoch auch die Verbesserung des ÖPNV sowie der Ausbau der Radwege im Blick.

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