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NEU-ULM – Festnahme wegen Menschenhandel im Rotlichmilieu

Im Rotlichtmilieu in Neu-Ulm klickten am 06.05.2014 Handschellen – Des Menschenhandel dringendend Tatverdächtigt
Mit dem dringenden Tatverdacht, junge Männer aus Rumänien der Prostitution zugeführt zu haben, ist ein Landsmann der Opfer am 06. Mai festgenommen worden.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm wirft dem 37-Jährigen nach längeren Ermittlungen vor, seit mindestens 2011 wiederholt junge Männer mit dem Versprechen auf Arbeit in der Gastronomie und auf Baustellen nach Neu-Ulm gelockt zu haben. Kontaktaufnahme und Anbahnung liefen meist über einschlägige Internetforen. Tatsächlich sind die Opfer jedoch nach kurzer Zeit mit Zutun des Tatverdächtigen in der „Stricherszene“ gelandet. Ihre Freier mussten sie illegal in einer Wohnung im Sperrbezirksbereich in der Innenstadt bedienen. Zudem hat der jetzt mit Haftbefehl Festgenommene die personenbezogenen Daten der von ihm Angeworbenen bei Kontoeröffnungen, Handy- und anderen Verträgen zu seinen Gunsten missbraucht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde er dem Haftrichter vorgehührt, welcher einen Untersuchungshaftbehl erlie0. Der 37-Jährige sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt ein. Der Haftbefehl lautet auf Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung durch Ausnutzung einer Zwangslage.

Erst vor einem Jahr hat die Neu-Ulmer Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen gegen einen Menschenhändlerring in der Region geführt. Eine vierköpfige Tätergruppe geriet damals ins Visier der Fahnder. Kriminelle hatten junge Frauen aus ärmlichen Verhältnissen mit Versprechungen nach Deutschland gelockt, der Transport war organisiert. Hier angekommen, wurden sie ebenfalls der Prostitution zugeführt. Der Verdienst musste zum größten Teil abgegeben werden.

Neben der Aufklärung von Straftaten führen auch immer wieder Kontrollen außerhalb der gemeldeten Bordelle zu neuen Ermittlungsansätzen im illegalen Bereich des Rotlichtmilieus. So wurden im Herbst des letzten Jahres gegen vier Frauen aus dem Ruhrgebiet Verfahren wegen verbotener Prostitution eingeleitet. Fahndungsbeamte der Kripo haben sie im Sperrbezirksbereich am Pfuhler Baggersee angetroffen. Geworben hatte das Quartett für seine Dienste im Internet.

Für Neu-Ulm ist die Ausübung der Prostitution durch die sogenannte Sperrbezirksverordnung der Regierung von Schwaben geregelt. Straßenprostitution ist dabei generell verboten und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird von der Kripo in Zusammenarbeit mit der Schutzpolizei und Vertretern der Stadt überwacht. Die regelmäßigen Kontrollen, überwiegend in Bereichen, in denen die Prostitution verboten ist, aber auch in gemeldeten Bordellbetrieben, dienen dabei neben der Gefahrenabwehr, der Strafverfolgung auch dem Schutz der dort arbeitenden Prostituierten.

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