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Diedorf/Dinkelscherben: Betrüger schöpfen aus ihrem Gesamtrepertoire

Am gestrigen Dienstag, 19.07.2022, witterten Betrüger wohl im Raum Dinkelscherben und besonders Diedorf gute Geschäfte. Bei der Polizeiinspektion Zusmarshausen gingen mehrere Mitteilungen ein.

Betrugsmasche „Europol“

Gegen 11.34 Uhr versuchten es die Täter bei einem 36-jähriger Mann aus Dinkelscherben mit der EUROPOL-Masche. Er erhielt den Anruf mit einer Bandansage, dass hier EUROPOL anrufen würde und er solle die „1“ drücken. Anschließend wurde er mit einem Herrn Jacob von einer „International Crime Agency Berlin“ verbunden. Herr Jacob wollten dann angeblich Daten abgleichen. Als der 36-Jährige sagte, er würde das auf seiner örtlich zuständigen Polizeidienststelle machen beendete der Anrufer das Gespräch.

Um 11.57 Uhr wurde ein 45-jähriger Mann aus Diedorf ebenfalls von EUROPOL angerufen. Dieser legte jedoch sofort auf und verständigte die Polizei.

Zwischen 10.07 und 12.34 Uhr wurde ein 44-jähriger Mann aus Lettenbach gleich mehrfach von unterschiedlichen Rufnummern mit derselben Masche angerufen. Auch dieser legte nach der Bandansage sofort auf.

Schockanruf

Mit einer ganz fiesen Methode versuchte es eine Täterin gegen 10.51 Uhr bei einer 65-jährigen Frau in Hausen. Diese wurde von einer schluchzenden Frau mit den Worten „Mama, ich hatte einen Unfall. Ich bin bei der Polizei, Mama hörst du mich?“ angerufen. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Schockanruf, aufgrund dessen eine Kaution bezahlt werden soll. Die angebliche Angehörige behauptet in aller Regel, dass sie nach einem von ihr verursachten, tödlichen Unfall sonst in Haft gehen soll. Erst kürzlich verlor so ein 69-jähriger Mann aus Welden 50.000 Euro. Die 65-Jährige fiel jedoch nicht auf die Betrüger herein, da die Täter zufälligerweise auch gerade ein Gespräch mit der realen Tochter der Frau unterbrochen hatten.

Die Geschichte vom Einbruch

Gegen 22.45 Uhr versuchten es dann die Täter noch einmal mit einer ebenfalls altbekannten Methode bei einer 76-jährigen Frau aus Diedorf. Die Täter, welche die Telefonnummer die Polizeiinspektion Augsburg Mitte gespooft* hatten, riefen bei der 76-jährigen Frau an und erzählten ihr, dass in Diedorf Einbrecher unterwegs seien. Die Frau wurde nach Geld auf der Bank und Bargeld befragt. Aber auch die 76-jährige Frau wurde irgendwann misstrauisch und beendete das Gespräch.

*Beim Spoofing handelt es sich um eine Art Computerbetrug. Es werden hier von den Tätern z. B. Telefonnummern von an sich vertrauenswürdigen Stellen, wie Behörden (gerne Polizei), aber auch frei erfundene Rufnummern an den Angerufenen übertragen, sodass dieser glaubt, dass er tatsächlich z. B. von der Polizei angerufen wird.

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