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Kreis Passau: Schüler bestellt Waffen im Internet – die Rechnung ging ans Jugendamt

Am 12.03.2020 meldete sich eine Sachbearbeiterin des Jugendamts Passau bei der Polizei, da sie eine verdächtige Mail von einem Jagd- und Sportwaffenhändler erhalten habe.
Es stellte sich heraus, dass ein Schüler im Namen der Sachbearbeiterin Bestellungen getätigt hat. Die Kriminalpolizei Passau hat den Verantwortlichen ermittelt.

Waffen für beträchtliche Summe geordert
Ein zunächst unbekannter Täter bestellte bei einem Händler für Jagd- und Sportwaffen Waren im Wert von knapp 20.000 Euro. Da unter anderem Luftgewehre bestellt wurden, sollte die vermeintliche Bestellerin ihr Alter bestätigen. So fiel erstmals auf, dass hier widerrechtlich Bestellungen im Namen der Jugendamtssachbearbeiterin getätigt wurden. Das Fachkommissariat für Cybercrime hatte daraufhin die Ermittlungen wegen Fälschung beweiserheblicher Daten übernommen. Bei dem Online-Händler konnte schnell die IP-Adresse des bei der Bestellung benutzten Rechners ermittelt werden. Die Spur führte zu einer Schule im Landkreis Passau. An einem Rechner des dortigen Internet-Cafés hat ein Schüler die Bestellungen getätigt.

13-Jähriger ermittelt
Nach einer Auswertung der mit persönlicher Zugangskennung zeitgleich eingeloggten Nutzer, konnte schließlich durch Zeugenaussagen ein 13-jähriger Schüler ermittelt werden, der sich mit einer allgemeinen Benutzerkennung eingeloggt und die Bestellungen getätigt hatte. Zwischenzeitlich räumte der 13-Jährige die Tat ein und gab an, dass er dem Jugendamt eins auswischen wollte. Die Daten für die Bestellung habe er rein zufällig ausgewählt und zuvor im Internet recherchiert.

Dank einer schnellen Datenübermittlung der betrogenen Firma und einer schnellen Beantwortung von Anfragen bei den Internetprovidern, konnten die Ermittler hier den Verantwortlichen ermitteln.

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