Landkreis Donau-RiesRegionalnachrichtenTOP-Nachrichten

Raum Donauwörth: Unfallgeschehen bei Schneeglätte – hoher Gesamtschaden

Die Serie witterungsbedingter Unfälle riss im Raum Donauwörth bis in die Nachtstunden nicht ab. Es entstand in der Summe ein Gesamtschaden von geschätzten 200.000 Euro.

In der gestrigen Meldung (wir berichteten) wurden die Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizei Donauwörth bis 15.00 Uhr berichtet. Hier nun die weiteren Unfälle, welche sich im weiteren Verlauf des Tages ereigneten.

Am 08.12.2021, um 15.50 Uhr, befuhr eine 36-jährige Mertingerin mit ihrem Pkw die Kreisstraße DON 28 von Donauwörth kommend nach Auchsesheim. Sie kam bei winterlichen Straßenverhältnissen alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und prallte in den rechten Straßengraben. Der Wagen blieb dort manövrierunfähig im Schnee stecken. Ein Traktorfahrer schleppte den Wagen aus dem Graben. Er entstand ein Schaden von ca. 1.000 Euro.

Ebenfalls auf der schneebedeckten Kreisstraße DON 28 war um 17.10 Uhr ein 37-jähriger Autofahrer von Donauwörth in Richtung Auchsesheim unterwegs. Als er verkehrsbedingt leicht abbremsen musste, drehte sich der Pkw des Mannes um 180 Grad und schleuderte auf die Gegenfahrbahn. Glücklicherweise herrschte zu dem Zeitpunkt kein entgegenkommender Verkehr. Der Wagen prallte mit hoher Geschwindigkeit in den Straßengraben. Es entstand ein Pkw- sowie Flurschaden von insgesamt ca. 4.000 Euro. Der Unfallwagen wurde durch einen Geländewagen mit Seilwinde geborgen.

Um 17.15 Uhr wollte ein 59-jähriger Kleinbusfahrer auf der Kesseltalstraße in Tapfheim-Oppertshofen nach links abbiegen und bremste vor der Einmündung der Straße Im Tal. Ein nachfolgender 34-jähriger Amerdinger konnte seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr dem Bus ins Heck. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 5.000 Euroo.

Ein 62-jähriger Lkw-Fahrer aus Meitingen befuhr um 17.45 Uhr die Kreisstraße DON 28 zwischen Donauwörth und Auchsesheim. Ca. 200 Meter vor dem Ortsschild prallte der 40-Tonner seitlich gegen ein entgegenkommendes Räumfahrzeug. Die Höhe des Schadens ist noch nicht abschließend geklärt.

Ebenfalls um 17.45 Uhr ereignete sich auf der Asbacher Straße im Bäumenheimer Ortsteil Hamlar ein folgenreicher Frontalzusammenstoß. Ein 40-jähriger Meitinger rutschte mit seinem Pkw im Kurvenbereich zur Kieswerkstraße bei starker Glätte auf die Gegenfahrbahn. Er prallte dort frontal gegen einen entgegenkommenden SUV, den ein 45-jähriger Pole steuerte. Beide Fahrzeugfronten wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Gesamtschaden von mindestens 20.000 Euro. Die Beteiligten gaben den aufnehmenden Beamten vor Ort an, unverletzt geblieben zu sein.

Am Reinberg in Monheim fuhr sich um 17.50 Uhr ein vollbelandener Lkw trotz Schneeketten und geräumter Fahrbahn bergauf fest und kam nicht mehr weiter. Erst eine Stunde später konnte eine Bergung mit anschließender Fahrbahnfreigabe erfolgen.

Ein Silozug blieb um 18.00 Uhr auf der Südspange der Bundesstraße 16 bei Donauwörth stecken. Dieser kam aufgrund Schneeglätte nicht mehr weiter und sorgte für massive Verkehrsbehinderungen.

Um 18.50 Uhr fuhr sich auf der Abfahrtsschleife der Bundesstraße 2 bei Donauwörth Süd / Nordheim ein Lkw in den Schneemassen fest und kam nicht mehr weiter. Der Sattelzug steckte mit der rechten Seite im Bankett und musste abgeschleppt werden. Erst um 21.32 Uhr war die Fahrbahn wieder frei.

Um 18.55 Uhr mussten Kräfte der Feuerwehr Donauwörth bei heftigem Schneefall wegen Absturzgefahr durch Schneedruck teilweise die Weihnachtsbeleuchtung in der Kapellstraße abnehmen. Zur notwendigen Verkehrsregelung befanden sich mehrere Feuerwehrkameraden und ein uniformierter Polizeibeamter im Einmündungsbereich an der Umkehr. Ein ankommender 18-jähriger Fahranfänger schnitt die Kurve, krachte beinahe gegen einen wartenden Pkw und fuhr schließlich den verkehrsregelnden Polizeibeamten frontal um. Dieser stürzte zu Boden und musste mit dem Rettungsdienst in die Donau-Ries-Klinik gebracht werden. Der Beamte erlitt zahlreiche Verstauchungen sowie Prellungen. Der 18-jährige Donauwörther gab an, auf Grund des vielen Blaulichts und den schlechten Witterungsverhältnissen den uniformierten Beamten nicht gesehen zu haben. Er wurde wegen Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung sowie Missachtung der Straßenverkehrsordnung angezeigt.

Ebenfalls um 18.55 Uhr war ein 54-jähriger Berufskraftfahrer auf der vierspurigen B2 zwischen Nordheim und der Parkstadt unterwegs, als witterungsbedingt der komplette Verkehr in Richtung Norden zum Erliegen kam. Der 40-Tonner musste daraufhin auf der Bundesstraße anhalten und konnte aufgrund der schneebedeckten Straße am Berg nicht mehr anfahren. Er fuhr sich fest. Die rechte Fahrspur war geraume Zeit blockiert. Ein Lkw-Abschleppdienst befreite den Sattelzug aus der misslichen Lage. Der 54-Jährige konnte die Fahrt fortsetzen.

Um 19.10 Uhr fuhr ein 38-jähriger tschechischer Berufskraftfahrer mit seinem unbeladenen Sattelzug auf der schmalen Ortsverbindungsstraße zwischen Wörnitzstein und Riedlingen. An der Steigung vor dem Maggenhof blieb der 40 Tonner bei schneebedeckter Fahrbahn und Schneefall hängen. Der 38-Jährige versuchte mehrfach anzufahren, was jedoch scheiterte. Dadurch rutschte die Sattelzugmaschine nach rechts in einen Acker und der quergestellte Sattelzug blockierte die komplette Fahrbahn. Ein Traktorfahrer zog die Zugmaschine aus dem Feld. Die Höhe des Schadens ist noch nicht geklärt.

Um 19.50 Uhr schlitterte die Sattelzugmaschine eines Berufskraftfahrers auf der Staatsstraße 2214 bei Monheim in einem Waldstück von der Fahrbahn. Der Lkw steckte manövrierunfähig ca. 25 Meter neben der Straße. Es erfolgte eine Abschleppung.

Zur selben Zeit rutschte auf Höhe des Sägewerkes in Wörnitzstein ein osteuropäischer Sattelzug ab und hing im schneebedeckten Bankett fest. Aufgrund eines langen Rückstaus konnten die Einsatzkräfte nur über Seitenwege anfahren. Die Bergung fand durch eine Fachfirma statt.

Um 20.30 Uhr rutschte eine 45-jährige Autofahrerin in der Gartenstraße aufgrund Schneeglätte von der Fahrbahn und krachte in ein geparktes Auto. Der geschätzte Schaden beträgt 2.000 Euro.

Um 21.00 Uhr fuhr ein 54-jähriger Berufskraftfahrer aus Heilbronn mit seinem Sattelzug auf der B 2 von Augsburg kommend in Richtung Donauwörth. Zwischen den Anschlussstellen Asbach-Bäumenheim Süd und Asbach-Bäumenheim Nord verlor der Mann aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei den vorliegenden winterlichen Straßenverhältnissen die Kontrolle über seinen Sattelzug und schleuderte auf die Überholspur. Er prallte zunächst mit der vorderen linken Seite des 40-Tonners gegen die linke Leitplanke. Daraufhin stellte sich die Zugmaschine quer und es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Führerhaus und dem Sattelflieger. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 40.000 Euro. Zudem fiel durch den Unfall die komplette Beleuchtung des Aufliegers aus. Der unbeleuchtete Sattelzug wurde zu einer Servicewerkstatt in Nordheim gebracht. Der Fahrer blieb unverletzt. Er wurde angezeigt.

Am heutigen 09.12.2021, um 00.48 Uhr, kam ein Autofahrer in Harburg alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab. Der Mann aus Neumarkt blieb unverletzt. Sein Wagen musste abgeschleppt werden.

Um 0.55 Uhr, war ein 19-jähriger Kleinwagenfahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Gunzenheim Richtung Mündling unterwegs. Der Fahranfänger schleuderte nach rechts von der Fahrbahn und landete in einem Feld. Da der verunfallte Pkw nicht mehr aus eigenem Antrieb aus dem Schnee befreit werden konnte, musste ein Abschleppunternehmen anrücken.

Um 05.55 Uhr, fuhr eine 52-jährige Linienbusfahrerin mit dem Stadtbus auf der Obermayerstraße in Richtung Bahnhof. Dabei blieb der Bus bei schneebedingt verengten Straßenverhältnissen mit der rechten Fahrzeugseite an einem geparkten Pkw hängen. Es entstand ein Schaden von ca. 1.000 Euro. Die verständigte Polizei erreichte den Halter zur Schadensregulierung.

Um 07.20 Uhr wurde der Polizei von Verkehrsteilnehmern auf der Staatsstraße 2384 von Harburg in Richtung Wemding Höhe des Sonderhofs ein großer Ast auf der Fahrbahn gemeldet. Dieser war durch die Schneelast abgebrochen und blockierte die Staatsstraße. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr Entfernungsversuche durch Autofahrer scheiterten aufgrund der Größe. Kräfte der Feuerwehr Ronheim beseitigten um 07.30 die Gefahrenlage. Die Straße konnte wieder freigegeben werden.

Ebenfalls ein großer Ast auf der Fahrbahn wurde um 08.20 Uhr in der Harburger Straße in Wemding gemeldet. Auch hier kam es zu Verkehrsbehinderungen. Eine Polizeistreife zog diesen von der Straße.

Um 08.50 Uhr wurde auf der Kreisstraße DON 18 bei Otting eine blockierte Fahrbahn gemeldet. Hier hing ein Baum mit 30 cm Durchmesser auf 10 Metern quer über der Fahrbahn. Ein Durchkommen war nicht mehr möglich. Kurz nach 09.00 Uhr hatte die Feuerwehr den Baum entfernt.

Ähnliche Artikel

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner

Werbeblock erkannt

Sie können untere Nachrichten und Meldungen nur mit deaktiviertem Webeblocker lesen. Wir stellen unsere Meldungen für sie kostenfrei zur Verfügung, dann ist es nur fair, wenn wir mit Werbung uns versuchen, zu finanzieren.