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Bayerns Innenminister will von München nach Berlin wechseln

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat seinen Anspruch auf ein Bundesministerium in der künftigen Regierung bekräftigt.
Auf die Frage, ob seine Motivation, nach Berlin zu gehen, dadurch gesunken sei, dass er kein Bundestagsmandat errungen habe, sagte Herrmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.): „Nein. Natürlich wäre mir ein besseres Wahlergebnis lieber gewesen, aber wir müssen etwas für Deutschland voranbringen.“

Zwar stehe man mit einem Bundestagsmandat stärker da, doch sei es sei keine zwingende Notwendigkeit. Es habe eine Reihe von Bundesministern in den letzten Jahren und Jahrzehnten gegeben, die zunächst ohne Bundestagsmandat angetreten seien. „Das ist sicherlich kein K.O.-Kriterium. Ich denke, in einer solchen Konstellation kommt es auf die Funktion an und darauf, welche politische Gestaltungskraft man hat.“ Er wolle das umsetzen, „was der CSU und unseren Wählern besonders am Herzen liegt“, sagte Herrmann der Zeitung. Er ließ offen, ob er sich außer dem Innenministerium auch ein anderes Ressort vorstellen könne.

Nach der Bundestagswahl war in Medienberichten behauptet worden, dass der CSU-Spitzenkandidat nun doch als bayerischer Innenminister in München bleiben wolle. Herrmann hatte kein Mandat errungen, weil er allein an der Spitze der Landesliste kandidiert hatte, die CSU aber ausschließlich Direktmandate gewann. (dts Nachrichtenagentur)

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