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25 Lehrgangsteilnehmer absolvieren Atemschutzausbildung

Die Kreisfeuerwehrinspektion des Kreisfeuerwehrverbandes Günzburg e. V. führte vom 26.02.2016 bis 05.03.2016 den Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ im Feuerwehrhaus in Krumbach durch.

In zahlreichen praktischen und theoretischen Stunden erlernten die Teilnehmer die Technik näher kennen und erfuhren auch einiges über die Gefahren um Atemschutzeinsatz.

Die Grundlagen der Atmung standen am Freitag zu Beginn auf dem Lehrplan. Gefolgt von Sauerstoffmangel, Atemgiften und sonstigen Schadstoffen. Dies waren reine Theorie-Stunden, die wichtiges Basiswissen vermittelten.

Am Samstag wurde es dann lebendiger. Hier wurden der Aufbau und die Funktion der Atemschutzgeräte unter die Lupe genommen. Als weiteres wichtiges Thema wurden Einsatzgrundsätze, das Verhalten im Atemschutzeinsatz und die Handhabung der Geräte erklärt und geübt. Sportlich verliefen dann die letzten beiden Stunden des Tages. Mit Schutzanzug und Atemschutzgerät ging es zur ersten Belastungsprobe. Laufend, rennend und im Entengang mussten die Teilnehmer unter neugierigen Blicken zugfällig anwesender Parkbesucher und Passanten durch die Krumbacher Parkanlage. Unter dieser Anstrengung waren einige Teilnehmer schon nahe an ihre Grenzen geraten.

Noch mit eingeschaltetem Licht ging es am Dienstag auf die so genannte Strecke. Dies ist eine Art Hindernisparcours, bei dem die Teilnehmer in der Hocke, teils robbend und liegend sich ihren Weg durch die engen Gänge suchen müssen. Hierbei waren immer drei Geräteträger zusammen. Dies hatte auch seinen Grund, da im Parcours auch eine Röhre verbaut ist. Hierbei ist Teamarbeit gefragt, da diese Röhre so lange ist, dass man nicht alleine durch kommt. Also muss der Erste durch das Rohr, wobei der zweite ihn schiebt, damit er das andere Ende erreichen kann. Dann der Zweite, der vom Ersten dann gezogen und vom Dritten geschoben wird, ehe der Dritte dann mit Hilfe der anderen Beiden es durch dieses Hindernis schafft. Doch nicht „nur“ diese Strecke ist zu schaffen, nein, es muss auch noch an Fitnessgeräten trainiert werden. Ein Durchgang bedeutet, erst an ein Fittnessgerät, dann durch die Strecke, dann wieder an ein anderes Fitnessgerät, wieder durch die Strecke und zum Schluss nochmals ein Training am Gerät. Die Luft in der Sauerstoffflasche, muss dabei reichen. Dies ist mit Schutzanzug und Atemschutzgerät ziemlich anstrengend. Man muss sich zudem an das Gewicht und dem Umstand gewöhnen, dass beim Einatmen etwas gezogen werden muss, also mit Widerstand, damit der Lungenautomat die Luft aus der Sauerstoffflasche freigibt. Das eingeschränkte Sichtfeld der Atemschutzmaske macht das Arbeiten nicht einfacher.

Gelernt und geübt wurden auch die Personensuche, Suchtechniken, sowie der Umgang mit der Feuerwehrleine und der Wärmebildkamera. Retten von Personen und Notfalltraining standen weiter auf dem Ausbildungsplan.

Donnerstags musste diese Strecke dann im Dunkeln und vernebelt gemeistert werden. Wer bis dahin noch nicht großen körperlichen und durch die Enge psychischen Stress spürte, merkte hier, was im Einsatzfall zu erwarten ist. Auch das schnelle Ausrüsten mit den Atemschutzgeräten in den Fahrzeugen wurde gezeigt und geübt wie auch das Ausrüsten in Dunkelheit und die Vorgehensweise im Innenangriff.

Am letzten Tag gab es nochmals richtig Action. Der Tag begann mit einer Stationen-Ausbildung. Hier wurden der Innenangriff, die Personensuche und Personenrettung, der Löschangriff und die Strahlrohtechnik geübt. Nach dem Mittagessen wurde es dann ernst. Bei einem Krumbacher Landmaschinenhändler gibt es einen Bunker/Keller. Hier wurden Personen bzw. Puppen als Opfer „versteckt“. In Dunkelheit und im dichtem Nebel aus einer Nebelmaschine mussten die Trupps diese Betroffenen finden und Retten.

Am Ende haben alle 24 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau die Prüfung des ersten Lehrgangs „Feuerwehr-Atemschutzgeräteträger gemäß FwDV 7“ in 2016 bestanden und hielten ihre Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme in der Hand. Damit sind im Landkreis Günzburg weitere 25 Atemschutzgeräteträger ausgebildet und für die kommenden Einsätze gewappnet. Glückwunsch.

 



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