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Mit einem Kredit zum PKW – So geht’s!

Das Auto ist für viele Menschen die wichtigste Möglichkeit der Mobilität. Wer in Städten mit schlechter Infrastruktur zu Hause ist, benötigt das Auto sogar oft, um überhaupt den Arbeitsplatz zu erreichen oder wichtige Wege zu erledigen. Nicht immer lassen sich die Kosten für einen neuen PKW aber aus dem eigenen Budget finanzieren. Theoretisch besteht die Möglichkeit, den Autokauf über einen Kredit abzuwickeln, doch auch hier gibt es einiges zu beachten. Im Folgenden erhalten Sie Informationen darüber, was es bei einem Autokredit zu beachten gibt, welche Risiken bestehen und wer die Möglichkeit hat, einen solchen Kredit zu beantragen.

Wer bekommt einen Kredit für den PKW Kauf

Kredite werden nicht wahllos vergeben, einige Grundvoraussetzungen müssen zwingend erfüllt werden. Dazu gehören ein regelmäßiges Einkommen, eine Wohnsitzadresse in Deutschland und eine positive Bonitätsauskunft. Viele Privatpersonen in Deutschland sind überschuldet. Besteht der Wunsch, einen Kredit aufzunehmen, erfolgt seitens der Bank in aller Regel eine Schufa-Abfrage. Diese sorgt für Sicherheit des Kreditinstituts, denn sind beim Kreditnehmer bereits hohe Schulden aus der Vergangenheit vorhanden, ist das Ausfallrisiko erhöht.

In diesem Fall kann ein Kreditantrag abgelehnt werden, um den Schuldner vor einer weiteren Verschuldung zu schützen, aber auch die Bank vor einem Ausfallrisiko zu bewahren. Zur Beantragung eines Autokredits werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Gültige Ausweisdokumente: Ein Personalausweis oder Reisepass sind ist die Grundvoraussetzung für die Beantragung eines Autokredits. Wenn mehrere Personen als Gesamtschuldner für den Kredit haften, werden die Unterlagen von allen Antragstellern benötigt.
  • Einkommensnachweise: Es muss das Einkommen der beiden letzten Monate nachgewiesen werden. Optimal geeignet ist hierfür die Lohnabrechnung oder ein sonstiges Dokument, aus dem die Bezüge hervorgehen.

Händlerfinanzierung vs. Autokredit – die Vorteile bei der direkten Kreditaufnahme

Wenn es sich nicht gerade um einen privaten Kauf eines Gebrauchtwagens handelt, bieten Autohändler in aller Regel Finanzierungsmöglichkeiten an. Sie locken dabei mit Sonderangeboten, wie der Null-Prozent-Finanzierung. Allerdings haben solche Angebote oft einen Haken und es kann sich für Verbraucher lohnen, wenn sie stattdessen einen Autokredit beantragen und so ihren Wagen bezahlen. Auf den ersten Blick klingt es gut, wenn die Finanzierung ohne Zinsen erfolgen kann. Doch in der Praxis zeigt sich oft, dass die angeschlossene Händlerbank diesen „Verlust“ durch eine Preiserhöhung des Autos ausgleicht.

Hinzu kommt, dass derartige Angebote sehr begrenzt sind. Meist können nur bestimmte Neuwagen, besondere Modelle oder eine spezielle Ausstattung auf diese Weise finanziert werden. So geben Konsumenten im Endeffekt mehr Geld für eine eigentlich ungewollte Ausstattung aus, um in den Genuss der zinsfreien Finanzierung zu kommen.

Es lohnt sich sehr, zuvor zu berechnen, ob ein Autokredit in diesem Fall nicht die bessere Option sein könnte. Trotz des höheren Zinssatzes, verglichen mit dem Händlerangebot, kann die Gesamtsumme am Ende günstiger ausfallen. Berechnungen sollten daher nicht nur monatlich erfolgen, sondern sich auf die gesamte Zahlungssumme beziehen.

Autokredit vs. Ratenkredit – warum die Spezialisierung?

Bei größeren Investitionen, beispielsweise in Immobilien, spielt die Art der Finanzierung eine wichtige Rolle. Wer heute einen Immobilienkredit aufnimmt, erhält das Geld seiner Bank zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Ähnlich funktioniert es bei der Aufnahme eines Autokredits. Das Geld wird von der Bank zur Auszahlung gebracht, muss aber zweckgebunden für ein Fahrzeug verwendet werden. Hier ist der größte Unterschied zum klassischen Ratenkredit oder Verbraucherkredit, der in der gewünschten Summe auch ohne Angabe des Verwendungszwecks beantragt werden kann.

Der Autokredit selbst hat in der Regel niedrigere Zinsen und bessere Konditionen als der klassische Kredit. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Erwerb eines Kraftfahrzeugs für die Bank eine Sicherheit darstellt. Wenn der Schuldner nicht mehr in der Lage ist, seine Raten für den Kredit zu tilgen, kann das Fahrzeug veräußert und so die Schuld getilgt werden.

Während der Laufzeit des Kredits bleibt die Bank Eigentümer des gewählten Autos oder Motorrads, die Besitzrechte wechseln erst dann, wenn der Gläubiger die Gesamtsumme zurückgezahlt hat. Hier ähneln sich Auto- und Immobilienkredit stark, denn durch die Sicherheit der Bank können günstigere Zinsen angeboten werden.

Barzahlung beim Autohändler kann Vorteile bringen

Auch wenn bei nahezu jedem Autohändler eine Finanzierung des Kraftfahrzeugs erfolgen kann, ist die Barzahlung in der Praxis der bessere Weg. In Deutschland ist die Nachfrage nach Neuwagen rapide angestiegen. Geht ein Händler nur mit 30 Prozent seiner Kunden eine bankgetragene Finanzierung ein, trägt er einen Teil des Ausfallrisikos. Er erhält sein Geld nicht direkt, sondern per Ratenzahlung.

Wer dem Autohändler hingegen eine direkte Barzahlung anbietet, kann hiervon in hohem Maße profitieren. Viele Händler bieten Rabatte in Höhe mehrerer tausend Euro an, wenn sie den Verkaufspreis direkt bar erhalten. Als Barzahlung zählt auch die Transaktion per Überweisung, die dem Händler volle Sicherheit bietet, da der Kunde seine Überweisung nicht mehr zurückrufen kann. Es lohnt sich daher, mit dem Autohändler über die Zahlungsweise zu verhandeln und auf entsprechende Preisnachlässe zu setzen. Trotz hoher Nachfrage sind die allermeisten KFZ-Händler bereit, die bar zahlenden Kunden zu belohnen.

Welche Risiken gibt es bei einem Autokredit

Eine Kreditaufnahme ist grundsätzlich auch mit Risiken verbunden. Das Geld wird bei der Bank geliehen, da das eigene Budget nicht ausreicht, um einen neuen PKW zu finanzieren. Vom Zeitpunkt der Kreditaufnahme, bis zur vollständigen Tilgung, geht der Konsument eine finanzielle Bindung ein. Monatlich müssen Raten aufgebracht werden, die das Budget schmälern und damit zu Engpässen führen können.
Es ist daher ratsam, schon im Vorfeld eine genaue Einnahme- und Ausgabenrechnung zu erstellen, um den monatlichen Mindestbedarf für die Lebensunterhaltung zu ermitteln. Die Ratenzahlung für den Autokredit sollte diesen Mindestbedarf nicht einschränken, denn sonst kann es zu finanziellen Schwierigkeiten und möglicherweise Zahlungsengpässen kommen. Es muss immer bedacht werden, dass auch während einer Kreditlaufzeit eine größere Anschaffung in anderen Bereichen nötig werden kann. Wenn in diesem Fall das Budget nicht mehr ausreicht, kann es zu Schwierigkeiten kommen.

Eine Möglichkeit stellt die Restschuldversicherung dar, die eingreift, wenn die Rückzahlung der Raten aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist. Arbeitslosigkeit und Krankheit können plötzlich auftreten, beim Lohnausfall droht der Kredit zu platzen. Ob eine solche Versicherung empfehlenswert ist, können auch Experten nicht pauschal beantworten. Es kommt immer auf die Konditionen der Versicherung an und auf das vorhandene Grundbudget. Sind die Kreditraten auch im Falle eines Arbeitsausfalls für einige Monate gesichert, lohnt die Versicherung meist nicht.

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